Unmittelbar nach dem weltweiten Frauentag begann ein Aktivist der Russischen LGBT-Gemeinschaft, Nikolai Alexejew mit seiner gewöhnlichen, täglichen Arbeit: Mit der Versendung der Anträge für die Durchführung von Gay-Paraden in patriarchalischen russischen (und tschetschenischen) Städten. Das ist eine Win-Win Situation für ihn: Auf 95 Anträge bekam er 100% Absagen.

Nikolai Alexejew legt gegen jede dieser Ablehnungen Berufung bei Gericht ein. Im Moment behandeln die Gerichte die Ablehnungen der 95 russischen Städte! Danach werden die Anklagen vor dem europäischen Gerichtshof für Menschenrechte erhoben zuzüglich der Forderungen auf Schadensersatz.

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Im Jahr 2011 gewann unser Gay-Aktivist in einem solchen Rechtsstreit vor Gericht und Straßburg entschied auf eine Entschädigung in Höhe von 29 Tausend Euro. Die Unkosten sind lediglich Papier, Umschläge und Briefmarken. Man kann sich vorstellen, was da für eine reichliche „Ernte“ zusammenkommt. Bis zum Ende seines Lebens muss man nicht mehr arbeiten, sondern nur Gay-Paraden in #Russland durchzuführen beantragen.

Auf seine Anträge, die er in die Städte des Nordkaukasus schickte, reagierten die dortigen unterentwickelten Ureinwohner, die von europäischen Werte nie gehört hatten, sehr hochemotional. Sie organisierten Anti-Gay Gegendemonstrationen. Wieder einmal wurde der hoch geschätzten westlichen Werte-„Weltgemeinschaft“ die brutale homophobe Fresse des wilden Russlands vorgeführt. Die europäische Presse war ernsthaft entsetzt.

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Die LGBT-Community hat begonnen, Geld für den Umzug der unglücklichen kaukasischen Homosexuellen in die Europäische Union zu sammeln und halten das Thema in einem erhitzten Zustand. Und sie haben eine beträchtliche Menge gesammelt. So wurden allein in Schweden und Finnland 170 Millionen Euro für die „Evakuierung der tschetschenischen Schwulen“ eingesammelt.

Die Lieblingszeitung der oppositionellen Liberalen, die „Novaja Gazeta“ haben die Entwicklung eines Skandals aufgegriffen und veröffentlichten einen Bericht über den Kampf unseres Gay-Aktivisten gegen die seelenlosen Beamten. Der Bericht wäre wohl aber unbemerkt verschwunden, wenn nicht ein anonymer Kommentar aus irgendeinem sozialen Netzwerk hinzugefügt worden wäre. Ein Homosexueller, angeblich aus Tschetschenien, erzählte schreckliche Dinge:

„Getötet wurden nicht nur die jungen Leute, auch Erwachsene, Männer, die über 50 Jahre alt sind... Darunter sind bekannte Persönlichkeiten in Tschetschenien... Der jüngste ist erst 16 Jahre alt.

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Er kommt aus unserem Dorf. Vor ein paar Tagen brachte man ihn zusammengeschlagen vorbei, eigentlich nur noch ein Sack mit Knochen. Abgeworfen auf den Hof und sie sagten, dass er wohl ermordet sein würde. Man sagt, dass er bisher noch nicht wieder zu sich kam und es wohl kaum noch kommen wird. Ich weiß nicht, wie sie das erklären, warum sie so handeln. Sie werden Beweise dafür vorlegen müssen, dass unser Sohn/Bruder schwul ist.“

Worauf das Team der Redaktion zu folgendem Schluss gekommen ist: „Die Schwulen in Tschetschenien werden abgeschlachtet“. Der Bericht verbreitete sich schnell über das Netz, wurde übersetzt und in der westlichen Presse, die der westlichen Wertegemeinschaft veröffentlicht.

Beweise - keine. Fotos - in einer Zeit, wo es Kameras sogar in Feuerzeugen gibt- null. Es gibt selbstverständlich keine Zeugen oder aber, sie bleiben natürlich anonym.

Die Behörden der nordkaukasischen Republiken haben diese Anschuldigungen zurückgewiesen. Aber all das ist unwichtig im Zeitalter der Postmoderne. Um das ganze Land in putativer Notwehr zu vernichten (so wie Herr Trumps Raketen den syrischen Flugplatz) reicht es völlig, im Fernsehen ein anonym zugesandtes Reagenzglas mit unbekannter gelben Flüssigkeit zu zeigen und das als vermutliche „chemische Waffe“ zu benennen. Die Provokation ist gelungen, das homophobe Russland wurde wieder auf die Anklagebank getrieben.

Fehlanzeige sind Fotos, Videos oder wenigstens Sprachaufnahmen von Zeugen. Auch dass es keine Anzeigen bei der Polizei gibt, hat niemanden beirrt. Besonders nicht im wertegemeinschaftlichen Edel-Westen. Dort haben sie begonnen, Geld für die Evakuierung von Schwulen aus dem wilden Russland zu sammeln. Für den Westen ist das eine inzwischen übliche Sache: In den russischsprachigen Foren der zukünftigen Emigranten gilt die Emigration mittels der „Homosexuellen Linie“ als sehr vielversprechend. In Nürnberg leben in einem speziellen Zentrum 800 Schwule aus der ganzen Welt, in Berlin sind es dreieinhalb Tausend. Und die europäische Schwulen-Lobby denkt nicht daran, aufzuhören.

Aber dann, absolut überraschend, wurde der Veranstaltungsbeantrager der hoffnungslosen Gay-Paraden, Nikolai Alexejew unruhig. Wahrscheinlich wollte er die Evakuierung der Schwulen aus Russland persönlich beaufsichtigen, aber ausgerechnet er wurde in diesem Vorgang nicht berücksichtigt. Deshalb veröffentlichte er im Netz ein enthüllendes Manifest:

„Die Geschichte mit der "Evakuierung von tschetschenischen Homosexuellen" wird zum großen finanziellen Betrug in der LGBT-Geschichte Russlands und vielleicht auch in der Geschichte der gesamten Menschenrechtsbewegung des Landes. Millionen Euro werden in die Taschen von Unbekannten verteilt. Und die Situation mit den nicht zugestandenen Rechten der LGBT-Menschen in Russland wird dieses ganze Abenteuer nicht lösen.“

Nikolai Alexejew hat entschieden, die Auseinandersetzungen bis zum Ende zu verschärfen und verlautbarte die Meinung, dass die „Novaja Gazeta“ ihn beschuldigen würde, dass er die Verfolgung Homosexueller im Nordkaukasus erst provoziert hätte. Und reichte in Basmanny bei Gericht Klage gegen die Zeitung ein… „für den „Schutz der Ehre und Würde“. In der Klage fordert er eine Million Rubel Entschädigung. Außerdem droht Nikolai Alexejev, noch eine Petition zur Bildung eines geeigneten Untersuchungsausschusses zu einreichen.

Export-Schwulen

Dieses Kleinstadt- und innerrussische Toben interessiert die weltweite Schwulen-Lobby logischerweise absolut nicht. Sie nutzte die Gelegenheit und setzte den globalen Krieg gegen das „Reich des Bösen“, das ja traditionell Russland ist, fort. Dieser Kampf liegt voll und ganz im Trend der Weltpolitik. Hier sind die zugehörigen Schlagzeilen der „wichtigsten“ englischsprachigen Zeitungen der Welt, der „Daily Mail“ und des „Guardian“:

„In Tschetschenien wird das erste Konzentrationslager für Homosexuelle seit Hitler eröffnet“. „Die Tschetschenen sprechen von Folter in Gefängnis und Elektroschock während der Anti-Gay Säuberung: „Sie nennen uns Tiere“.

Sofort zeigte der britische Außenminister Boris Johnson, der alte „Freund“ von Russland Besorgnis, jener Riese an Geist, der sich präventive britische Atomschläge wünscht und wiederholt zum Boykott der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland aufrief. Der Generalsekretär des Europarats Thorbjørn Jagland forderte Russland auf, die Informationen über Folter und Entführungen von Schwulen in Tschetschenien zu untersuchen. Nikki Haley, die ständige Vertreterin der USA bei den Vereinten Nationen, forderte, die Verfolgung von Schwulen zu untersuchen und in der Zukunft zu stoppen.

Ich gehe davon aus, dass diese ganze Informationshysterie mit einem bestimmten Zweck angefangen wurde.

Es scheint, wir sind nicht weit entfernt von der Einführung weiterer wirtschaftlicher Sanktionen gegen Russland. Man kann sich vorstellen, wie diese Maßnahme die Einstellung der Russen zu den Schwulen in der russischen Gesellschaft ändern würde. In jedem Falle werden sie für die Evakuierung etwas Geld gebrauchen können. Natürlich werden die ersten Emigranten der „LGBT Welle“ damit beginnen, jämmerliche Interviews zu geben. Sie werden diese Interviews geben müssen, keine Zweifel und dann werden sie auf allen Kanälen von morgens bis abends gesendet. Dann werden die ständigen „russischen Schwulen-Sektionen“ weltweit in alle politischen Strukturen einbezogen und sie werden Sitzungen ohne Pausen, ohne Rücksicht auf das Mittagessen machen. Es werden tausende Verurteilungen gegenüber Russland und Durchführungen von massenhaften Demonstrationen organisiert. Wahrscheinlich kommt es zu irgendwelchen weiteren westlichen wertegemeinschaftlichen Sanktionen gegenüber Russland . . . . irgendwie in der Art eines Verbots auf den Export von Moos und Birkenrinde nach Russland . . . solche Sanktionen . . . damit sie selbst nicht zu stark leiden müssen. #LGBT-Lobby