Wie die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) online berichtet, beansprucht die radikalislamische ISIS-Bande das furchtbare Attentat im britischen Manchester für sich. Das habe die Terror-Gang über ihren Propagandakanal mitgeteilt. Bei einem Pop-Konzert sind durch den Terroranschlag 22 Menschen und der Täter ums Leben gekommen, 59 Personen wurden teils schwer verletzt. Die britische Popband "Take That" hat ein für den heutigen Abend angesetztes Konzert in Liverpool aus Pietätsgründen abgesagt, wie über Twitter mitgeteilt wurde. Laut N24 habe der Täter eine Nagelbombe benutzt, deren Bau nicht ohne ein gewisses Maß an Training möglich sei. Folglich sucht die britische Polizei einmal mehr nach den Hintermännern eines islamistischen Anschlags.

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Wieder ein Moslem

Wie bei nahezu allen Attentaten der vergangenen Jahre war der Täter islamischen Glaubens. Allerdings hat der "Rat der britischen Moslems" das Attentat in Manchester als "furchtbare und kriminelle Tat" verurteilt. Auch der deutsche Präsident Frank-Walter Steinmeier drückte den Briten sein Entsetzen aus. Bundeskanzlerin Merkel und der Ministerpräsident des Freistaats Bayern haben einen für den Abend geplanten gemeinsamen Auftritt in einem Bierzelt abgesagt.

Zwei Tage nach Trumps Rede

Am Anfang der Woche hatte US-Präsident Trump in Saudi-Arabien vor den Führern arabischer Staaten betont, wie wichtig ein kulturübergreifender Einsatz gegen den Terrorismus ist, obwohl er von Feinden an der Heimatfront schwer unter Beschuss steht. Heute fand er scharfe Worte gegen den Täter, den er als "bösartigen Versager" bezeichnete.

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Die Veranstaltung war ein Event, das besonders von Kindern und Jugendlichen besucht wurde, das jüngste Opfer war noch keine zehn Jahre alt. Entsprechend nannte der deutsche Innenminister die Tat "niederträchtig". Über Twitter suchen Angehörige hilflos nach ihren vermissten Kindern. Inzwischen wurden die ersten Toten identifiziert, darunter laut BILD Georgina Callander (18), Saffie Rose Roussos (8) und John Atkinson (26).

Bösartige Täter

Der Terrorist hat den tödlichen Sprengstoff am eigenen Körper in das Konzert geschmuggelt. Er zündete die Bombe kurz nach 22:30 Uhr Ortszeit, gerade als tausende Gäste die Manchester-Arena verlassen wollten. "Als wir am Ausgang waren, gab es eine riesige Explosion“, zitieren die Springer Medien die Augenzeugin Catherine MacFarlane. Nach dem Knall seien alle gerannt, Schreie hätten die Halle erfüllt und jeder habe versucht so schnell es geht aus der Arena herauszukommen. #Attentäter #Manchster