Der neueste Coup von Donald Trump ist wie seine meisten Entscheidungen in seiner kurzen Amtszeit völlig überraschend: Er hat den FBI-Chef James #Comey entlassen. Per Brief hatte er Comey mitgeteilt, dass dieser seine Behörde nicht mehr effektiv führen könne. Zuvor hatte das FBI eine Falschaussage Comeys in der E-Mail-Affaire um Hillary Clinton eingeräumt. Comey hatte mitten in der letzten heißen Phase des Wahlkampfes behauptet, dass rund 2000 vertrauliche Mails von einer Clinton-Vertrauten auf einen privaten Computer weiter geleitet worden seien. Aktuell sieht es so aus, als ob von den angeblichen 2000 nur 2 überbleiben würden.

Comeys Verhalten war im Wahlkampf natürlich vor allem von den Demokraten scharf kritisiert worden.

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Donald #Trump, der Nutznießer dieses Vorfalls, hatte Comey dagegen für sein Vorgehen gelobt. Jetzt will Trump Comey angeblich genau deswegen aber nicht mehr an der Spitze der Bundesbehörde sehen.

Comey-Entlassung: Schafft sich Trump die Russland-Affäre vom Hals?

Aktuell war der 56-jährige Comey damit beschäftigt, die Verflechtungen des Wahlkampfteams von Trump mit Russland aufzuklären und genau das bringt nun viele Amerikaner auf die Palme und auf die Barrikaden. Feuert der amerikanische Präsident den FBI-Chef, um seine eigenen Verfehlungen zu vertuschen? In dem kurzen Kündigungsschreiben von Trump an Comey, welches unter anderem von welt.de veröffentlicht wurde, betont Trump, dass Comey ihm drei Mal versichert habe, dass er nicht gegen ihn ermitteln würde. Er schreibt aber nicht, wann Comey diese Versicherungen abgegeben habe und worum es dabei gegangen sei.

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Die Untersuchungen in der Russland-Affäre können damit kaum ernsthaft gemeint sein, auch wenn Trump diesen Eindruck gerne vermitteln möchte, denn laut der New York Times soll Comey kurz vor seiner Entlassung um zusätzliche Mittel für die Untersuchung der für Trump so heiklen Russland-Affäre gebeten haben.

Bei den Buchmachern herrscht Goldgräberstimmung

Die #Buchmacher in Amerika, England und anderen Ländern können sich jedenfalls freuen: Jetzt wird fleißig gegen Trump gewettet, die Wetter glauben, dass Trump seinen Job durch ein Amtsenthebungsverfahren (Impeachment) verlieren wird. Grund dafür sind unter anderem Parallelen zu dem schmachvollen Ende von Präsident Nixon wegen der Watergate-Affäre. Damals hatte Nixon unbequeme Untersuchungen durch die Entlassung des Sonderermittlers beenden wollen. Die Wetten gegen Trump sollen sich durch die Entlassung Comeys über Nacht verdoppelt haben. Laut der Epochtimes soll zum Beispiel ein Bieter beim britischen Wettanbieter Betfair 100 000 Pfund (rund 120 000 Euro) setzen wollen. Die Quoten seien von 9 : 1 auf 3 : 1 gestiegen.