Es war zu erwarten, dass der amerikanische Präsident Donald #Trump die Rede von Angela #Merkel nicht einfach wegstecken würde. "Die Zeiten, in denen wir uns auf andere völlig verlassen konnten, die sind ein Stück vorbei. Das habe ich in den letzten Tagen erlebt“, hatte die Bundeskanzlerin auf einer CSU-Wahlkampf-Veranstaltung in einem Bierzelt gesagt. Ihre Worte wurden in Amerika nicht nur gehört, sondern waren großes Thema in den Medien. Am heutigen Dienstag kam um 12.40 Uhr die Reaktion von Donald Trump und das, wenig überraschend, per #Twitter: "Wir haben ein massives Handelsdefizit mit Deutschland, außerdem zahlen sie viel weniger als sie müssten an die NATO und das Militär.

Werbung
Werbung

Sehr schlecht für die USA. Dies wird sich ändern":

Martin Schulz muss das noch toppen

Befremdlich ist die Reaktion von Martin Schulz. Dem SPD-Kanzlerkandidaten waren Merkels Aussagen noch lange nicht hart und deutlich genug. Sollte dies dem Wahlkampf geschuldet sein, dann wäre das wirklich völlig unverantwortlich. FDP-Chef Christian Lindner warnte vor Entfremdung.

Sehr seltsam sind auch die Reaktionen von den Linken und den Grünen. Parteien, die vom Selbstverständnis her der Friedensbewegung besonders nahe stehen, fordern in letzter Zeit ständig einen harten Kurs, sei es gegenüber Erdogan oder jetzt gegenüber Trump.

Werbung

Kommentar der Autorin:

So langsam bin ich von allen entsetzt. Ja, Trump hat sich benommen wie offene Hose, aber das kann doch die Weltpolitik nicht völlig verändern. Trump ist der gewählte Präsident und die Amerikaner müssen das ändern oder eben keiner. Ich würde mir Politiker wünschen, die Trump in der jetztigen Situation nicht reizen. Je mehr Trump innenpoltisch unter Druck gerät, desto mehr die Gefahr, dass er nach außen zuschlägt, um davon abzulenken. Dazu kommt: Seine Worte sind doch sowieso Schall und Rauch. Man denke nur an seine neue wundersame Liebe zum Islam für einen Haufen Dollar. Wer will sich denn auf Zusagen von jemandem verlassen, der seine Meinung ständig ändert?