Es war zu erwarten, dass der amerikanische Präsident Donald #Trump die Rede von Angela #Merkel nicht einfach wegstecken würde. "Die Zeiten, in denen wir uns auf andere völlig verlassen konnten, die sind ein Stück vorbei. Das habe ich in den letzten Tagen erlebt“, hatte die Bundeskanzlerin auf einer CSU-Wahlkampf-Veranstaltung in einem Bierzelt gesagt. Ihre Worte wurden in Amerika nicht nur gehört, sondern waren großes Thema in den Medien. Am heutigen Dienstag kam um 12.40 Uhr die Reaktion von Donald Trump und das, wenig überraschend, per #Twitter: "Wir haben ein massives Handelsdefizit mit Deutschland, außerdem zahlen sie viel weniger als sie müssten an die NATO und das Militär.

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Sehr schlecht für die USA. Dies wird sich ändern":

Trump und Deutschland: Geht da die Saat von Putin auf?

Die Frage ist schon, warum sich Angela Merkel von Trump so provozieren ließ, eigentlich ist die Bundeskanzlerin zurückhaltend und vorsichtig, Diplomatie kam an erster Stelle. Auf der anderen Seite ist die Kanzlerin auch nur ein Mensch und die pöbelnde Art von Trump war sicher nur sehr schwer zu ertragen. Unverzeihlich wäre es, wenn sich Merkel aus Wahlkampf-Strategie zu ihren Aussagen über Trump hat hinreißen lassen.

Die Kolumnistin Anne Applebaum twitterte, dass seit 1945 niemandem gelungen sei, einen Keil zwischen Amerika und Deutschland zu schieben. Nun habe es Putin mit Trumps Hilfe geschafft:

Martin Schulz muss das noch toppen

Befremdlich ist die Reaktion von Martin Schulz.

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Dem SPD-Kanzler-Kandidaten waren Merkels Aussagen noch lange nicht hart und deutlich genug. Sollte dies dem Wahlkampf geschuldet sein, dann wäre das wirklich völlig unverantwortlich. FDP-Chef Christian Lindner warnte vor Entfremdung.

Sehr seltsam sind auch die Reaktionen von den Linken und den Grünen. Parteien, die vom Selbstverständnis her der Friedensbewegung besonders nahe stehen, fordern in letzter Zeit ständig einen harten Kurs, sei es gegenüber Erdogan oder jetzt gegenüber Trump.

Kommentar der Autorin:

So langsam bin ich von allen entsetzt. Ja, Trump hat sich benommen wie offene Hose, aber das kann doch die Weltpolitik nicht völlig verändern. Trump ist der gewählte Präsident und die Amerikaner müssen das ändern oder eben keiner. Ich würde mir Politiker wünschen, die Trump in der jetztigen Situation nicht reizen. Je mehr Trump innenpoltisch unter Druck gerät, desto mehr die Gefahr, dass er nach außen zuschlägt, um davon abzulenken. Dazu kommt: Seine Worte sind doch sowieso Schall und Rauch. Man denke nur an seine neue wundersame Liebe zum Islam für einen Haufen Dollar. Wer will sich denn auf Zusagen von jemandem verlassen, der seine Meinung ständig ändert?