Der Bundespräsident Alexander Van der Bellen traf am Dienstag den italienischen Staatspräsidenten Sergio Manterella in Rom, dies berichtet "oe24". Bei dem Treffen lobte Van der Bellen die gute Kooperation zwischen Italien und Österreich an der gemeinsamen Brenner-Grenze. Gegenüber den Journalisten sagte VdB, dass die Zusammenarbeit zwischen der Polizei einwandfrei laufe.

Kein Grund über Schließung nachzudenken

Laut ihm würde derzeit keinerlei Anlass bestehen, dass man die Grenze am Brenner schließen müsse. Van der Bellen betont, dass ihn das als überzeugten Europäer besonders erfreue und die Grenze am Brenner die "Freiheit Europas" darstellen würde.

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Auch versicherte er, dass Österreich Migranten aus dem Umverteilungsprogramm der EU aufnehmen werde. Er sprach davon, dass Österreich im Verhältnis zur Einwohnerzahl viel mehr Migranten als andere Länder bei sich aufgenommen habe, mit Ausnahme von "Italien, Griechenland und Schweden", so VdB.

Schließung der Mittelmeer-Route kommt nicht infrage

Für den Bundespräsidenten kommt eine Schließung der Mittelmeer-Route nicht infrage und er begründete dies mit den Zuständen in Libyen. Laut VdB würden die Migranten in dem Land zugrunde gehen, wenn man die Route schließen würde.

Italien hätte man in der Migrationskrise alleine gelassen. Er ist sich sicher, dass Europa noch in den kommenden Jahren mit dem Problem konfrontiert sein wird.

VdB verteidigt NGOs

Auch äußerte der Bundespräsident, dass die Ermittlungen der italienischen Staatsanwaltschaft gegen die NGOs nichts bringen würden und es seien noch keine Beweise von den italienischen Ermittlern vorgelegt worden.

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Stattdessen kritisierte er die Ermittlungen des Staatsanwalts von Catania, Carmelo Zuccaro, dass diese nichts Positives bringen würden, da nun die Spenden für die "Hilfsorganisationen" zurückgegangen seien. Van der Bellen triff am heutigen Mittwoch einen österreichischen Offizier, der sich an dem Einsatz "Sophia" beteiligt. Diese Mission dient auch der Seenotrettung von Migranten.

Erst vor wenigen Tagen hatte der Bundespräsident für Empörung gesorgt, als er auf einer Veranstaltung in Wien äußerte, dass in Zukunft alle Frauen ein Kopftuch tragen werden. Dieser Vorfall hatte sogar international für Aufsehen gesorgt. Auf eine inhaltliche Debatte zum Islam möchte sich Van der Bellen dagegen nicht einlassen. #Europäische Union #Flüchtlinge #Österreich