Heftige Drohungen aus Moskau sind die Reaktion auf den #Abschuss eines Kampfjets von Machthaber Assad. Das Pentagon hatte gestern Abend den Abschuss eines Kriegsflugzeuges, einer Suchoi Su-22 eingeräumt. Der Jet habe in der Nähe von Rakka einen Angriff auf Verbündete der USA geflogen, begründete das Pentagon die Entscheidung. Jetzt kündigte das russische Außenministerium an, dass die militärische Kommunikation zu den USA, die Zwischenfälle in #Syrien verhindern soll, gekappt werde. Schließlich hätten die USA diesen Kanal vor dem Abschuss des Flugzeug des mit Russland verbündeten Assad-Regimes nicht genutzt.

Deutsche Aufklärungsflugzeuge ebenfalls bedroht

Außerdem würden künftig Flugzeuge und Drohnen der US-geführten Koalition als potentielle Ziele ins Visier genommen, wenn sie westlich des Flusses Euphrat fliegen.

Werbung
Werbung

Das würde auch deutsche Aufklärungsflugzeuge betreffen. Noch drastischer äußerten sich einige russische Politiker. Es sei inakzeptabel Flugzeuge abzuschießen, die Amerikaner würden einen Vergeltungsschlag bekommen, soll Wladimir Jabbarow, der russische Vizechef für internationale Angelegenheiten, laut Bild.de, im russischen Staatsfernsehen ankündigt haben.

Russischer Senator schimpft auf Twitter

Der russische Senator, Aleksey Pushkov, empörte sich auf Twitter über das Vorgehen der USA und vor allem über die Begründung "Verteidigung". Rakka sei eine syrische Stadt und keine amerikanische. Wie die Amerikaner dazu kämen, von Verteidigung zu sprechen:

Geldsammelaktion zur Aufklärung von Kriegsverbrechen

Während für Waffen anscheinend immer Geld da ist, fehlen für die Aufklärung von Kriegsverbrechen in Syrien noch die finanziellen Mittel.

Werbung

Obwohl die UN-Vollversammlung vor einem halben Jahr die Untersuchungen der Kriegsverbrechen beschlossen hat, ist noch nichts passiert. Weil die Kostenfrage in sechs Monaten nicht gelöst werden konnte. Immer noch fehlen rund 3,8 Millionen Euro. Deutschland hatte eine Million zugesagt, Menschenrechtler finden, dass die EU mehr tun könnte. Das seien Peanuts für die sie, sagt zum Beispiel Thomas Seibert, Menschenrechtsreferent von der Hilfsorganisation medico international.

#crowd4justice

Unter ##crowd4justice wollen deutsche und syrische Menschenrechtsorganisationen jetzt innerhalb von 10 Wochen mindestens die Hälfte der ausstehenden Summe zusammen bekommen. Damit soll laut finanzen.net ein Zeichen gesetzt werden, das die Zivilgesellschaft die Untätigkeit der Regierungen angesichts der Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen in Syrien nicht hinnimmt.