Gestern Abend war es mal wieder so weit: Donald #Trump setzte einmal mehr einen Tweet ab, über den jetzt die ganze Welt rätselt: Was will uns der amerikanische Präsident damit sagen? Wie will er auf den Tod des Studenten Otto Warmbier reagieren? Will er #china dazu auffordern härter vorzugehen oder will er jetzt das Heft selbst in die Hand nehmen?

In den letzten Tagen haben Scharfmacher in den USA Hochkonjunktur, wegen den dramatischen Bildern des Studenten Otto Warmbier, der zum Sterben aus #Nordkorea nach Hause entlassen worden war. Zu 15 Jahren Arbeitslager war der 22-Jährige verurteilt worden, weil er ein Propaganda-Plakat gestohlen haben soll.

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Trump: Brandherde überall

Es ist ein brutales Regime, wir werden es zur Rechenschaft ziehen, hieß es von Trump und seinem Außenminister Rex Tillerson. Worte, die vielen Menschen Sorgen machen. Gerade erst hatte Trump durch den Abschuss eines Jets des Assad-Regimes in Syrien für Unruhe gesorgt. Russland hatte scharf reagiert und deutliche Drohungen gegen die US-geführte Koalition in Syrien ausgesprochen. Jetzt scheint sich die Situation in Nordkorea auch noch unangenehm zuzuspitzen. Bisher sollte eigentlich Nordkoreas einziger Verbündeter China die Situation beruhigen. Doch nun twitterte Trump, er wisse die Bemühungen von Präsident Xi und China zu schätzen, doch ihre Hilfe habe nicht funktioniert. Immerhin wisse er, dass China es versucht habe:

Scharfmacher hecheln nach Krieg

Das ist vor allem deshalb so beunruhigend, weil Trump in Amerika durch seine Russland-Affäre unter großem Druck steht. Und die Geschichte hat gezeigt, dass für manche Politiker in einer solchen Situation nichts verführerischer ist, als einen äußeren Feind zu präsentieren.

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Noch vor kurzem war Trump sogar bereit sich mit Machthaber Kim Jong Un zu treffen. Davon kann jetzt keine Rede mehr sein. Dazu kommt, manche Scharfmacher scheinen gar nicht schnell genug ein Inferno entfesseln zu können. So twitterte auch der republikanische Senator Marco Rubio, dass Nordkorea für diese Brutalität zur Rechenschaft gezogen werden müsse:

Noch krasser drückt sich, laut Huffington Post, der Fox-Kommentator Todd Sternes aus. Er soll gefordert haben, dass die US-Streitkräfte ein „Höllenfeuer“ über Nordkorea regnen lassen sollen, falls noch ein US-Bürger zu Schaden käme. Laut Tagesschau.de hat Nordkorea bei einem amerikanischen Angriff auf seine Atomlager und Raketenstationen immer noch genug Zeit um Raketen auf Südkorea und Japan abzufeuern. Millionen Menschen wären gefährdet, einschließlich der 30 000 in Südkorea stationierten amerikanischen Soldaten.

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Hoffnung bleibt aber dennoch

Es könnte auch sein, dass Trump mit seinem Tweet China dazu bringen will, seine Bemühungen zu intensivieren. Gespräche mit China stehen an, noch heute will der Außenminister Tillerson eine hochrangige chinesische Delegation in Washington empfangen. Diskutiert werden auch Cyber-Angriffe, weitere Wirtschaftssanktionen und ein Reiseverbot für US-Bürger nach Nordkorea.