Was für eine Familie, dagegen waren die Protagonisten von Dallas oder vom Denver-Clan scheinbar die reinsten Waisenknaben. Nun sieht es so aus, als ob auch Donald #Trump #Junior (39), der Sohn des amerikanischen Präsidenten Donald Trump (71), mindestens knietief im Sumpf um russische Wahlbeeinflussung steckt. Und wie es zwei Sprichwörter so schön ausdrücken: "Wie der Herr so das Gescherr" oder "Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm" macht der Junior genau das, was er vom Vater gelernt hat, er präsentiert "alternative Fakten".

Trump Jr. Alternativer Fakt Nummer 1:

Noch im März 2017 soll Trump Jr. jegliche Kontakte zu #Russland während dem Wahlkampf seines Vaters 2016 abgestritten haben.

Werbung
Werbung

Eng wurde es dann vor ein paar Tagen, als die "New York Times" veröffentlichte, dass sich Trumps Sohn im Juni 2016 mit einer russischen Anwältin getroffen habe. Diese Anwältin, Natalia Weselnitskaja, soll dem Kreml nahe stehen.

Trump Jr. Alternativer Fakt Nummer 2:

Als echter Trump Sohn präsentierte der Junior nun weitere alternative Fakten. Das Treffen habe stattgefunden, doch es sei dabei um das Verbot für amerikanische Familien gegangen russische Kinder zu adoptieren. Eine rührende Geschichte mit zwei Schönheitsfehlern, denn es sollen auch Schwiegersohn Jared Kushner und, besonders erstaunlich bei einem solchen Thema, Paul Manafort, der damalige Wahlkampfleiter von Trump senior, bei dem Treffen mit der russischen Anwältin dabei gewesen sein.

Trump Jr. Alternativer Fakt Nummer 3?:

Die New York Times schreibt, dass es bei dem Treffen um schädliche Informationen über Hillary Clinton gegangen sein soll.

Werbung

Der Junior räumt das nun ein und veröffentlicht sogar seine E-Mails, in denen ihm solche Informationen angeboten werden. Die Infos sollten demnach von der russischen Regierung stammen. Trump Jr. antwortete per Mail, dass er es lieben würde, wenn es so sei. Doch nun behauptet Trumps Sohn, dass das Treffen mit der russischen Anwältin ergebnislos gewesen sei, er habe seine Zeit verschwendet. Die Informationen habe er nicht bekommen. Und deshalb habe er seinem Vater auch überhaupt nichts über dieses Treffen erzählt.

Wie glaubwürdig diese dritte Version nun ist, bleibt dahin gestellt. Vielleicht aber nicht lange, denn der amerikanische Sonderermittler Robert Mueller, der untersucht, ob Russland den amerikanischen Wahlkampf beeinflusst hat, soll sich nun auch mit Trump Jr. und diesem brisanten Treffen befassen. Donald Trump Senior ist dagegen mal wieder begeistert und feiert auf Twitter vor einer Stunde seinen Sohn für dessen angebliche außerordentliche Offenheit:

Im Repräsentantenhaus sehen es die Politiker scheinbar nicht so locker.

Werbung

So sieht Adam Schiff, der stellvertretende Vorsitzende des Geheimdienstausschusses die größte Gefahr für Amerika in dem Sammeln von kompromittierenden Informationen über Politiker durch Russland. Und Vizepräsident Mike Pence hat, laut Tagesschau, nach der Veröffentlichung der Mails vom Junior durch seinen Anwalt erklären lassen, dass er von dem Treffen mit der Anwältin nichts gewusst habe. Ein Vorgang, der in Washington als eine mögliche Absetzbewegung des Vize vom Präsidenten gewertet wird.

Kommentar der Autorin Sigrid Schulz:

Ich hoffe, dass unsere Politiker in Deutschland aus dieser Affäre lernen und sich von ähnlichen Angeboten, falls sie denn kommen sollten, distanzieren. Klar will jeder seinen Wahlkampf gewinnen, aber wer seine politischen Gegner mit Hilfe von ausländischen Geheimdiensten ausspioniert und dieses Wissen benutzt, ist spätestens ab diesem Moment selbst fest in der Hand der Informanten. Und jeder sollte bei solchen Angeboten auch an die Barschel-Affäre denken und wie sie geendet ist: Mit einem Toten in der Badewanne.