Sie sehen gut aus, sind sehr nett, freundlich und haben viel Geld. Die Rede ist von #loverboys, Jugendliche und junge Männer, die jungen Mädchen aber auch Frauen zunächst die große Liebe vorspielen, dann aber auf den Strich schicken.

ARD-Film "Ich gehöre ihm", soll auf das Thema aufmerksam machen und warnen

Die 15-Jährige Caro lernt den 19-Jährigen Türken Cem kennen, verliebt sich in ihn und zunächst scheint alles perfekt. Er schenkt ihr Schmuck, ein Handy, geht mit ihr essen und kauft ihr auffällig kurze Kleidung und hohe Schuhe. Kurze Zeit später kommt es zum ersten Sex und er verlässt das Zimmer. Gleich darauf kommen seine Freunde mit ihm ins Zimmer rein, aber er schließt die Tür von außen.

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Sie vergewaltigen seine "Prinzessin" und er kriegt sie Wochen danach dazu, für ihn Schulden "abzuarbeiten". Als Caro sich weigert weiterhin für ihn mit Männern zu schlafen, erpresst er sie mit Bildern und damit, ihre kleine Schwester zur Prostituierten zu machen. Sie hat weiterhin Sex mit Fremden, das Geld steckt Cem ein und betäubt sie mit Alkohol und Drogen. Auch als ihre Eltern und die Polizei davon mitbekommen, kommt sie emotional nicht von ihm weg und bleibt bei ihm.

Sie spielen die große Liebe vor, wollen aber doch nur eine Sklavin

Das gefährliche an den Loverboys ist, dass sie sehr charmant sind und sie große Gefühle vorspielen. Sobald das Opfer dann entjungfert wurde, dürfen enge Freunde auch mal dran und es kommt zur Vergewaltigung. Daraufhin wird sich entschuldigt, das Opfer mit Geschenken überschüttelt und dann die Mitleidstour gespielt.

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Es wird von finanziellen Problemen gesprochen und von Drohungen. Dadurch soll das Opfer das Gefühl kriegen, dem Freund helfen zu wollen und willigt meistens sogar zunächst freiwillig ein, Sex mit Männern zu haben. Aber wenn es ihr zuviel wird und sie das nicht mehr möchte, wird sie bedroht, erpresst und geschlagen. Gleichzeitig sorgt der Loverboy dafür, dass das Opfer weiterhin zur Schule geht, Hobbys hat, gute Noten und das Verhältnis Zuhause gut bleibt, denn eine Veränderung an ihr darf nicht auffallen.

Wie kann man sich schützen?

Junge Frauen und Mädchen sollten immer selbstbewusst sein und eine gesunde Skepsis gegenüber Männern haben, die auffällig oft sich vor Schulen stellen, vor Vereinen und junge Mädchen ansprechen. Auch wenn der neue Freund nie genaue Angaben zum Beruf macht und viel zu jung für einen BMW ist, sollte man sich Gedanken machen. Wenn es dann doch zur Vergewaltigung kommt oder zur Prostitution sollte das Opfer DIREKT ZUR POLIZEI GEHEN!! Eltern sollten darauf achten, auch während der schwierigen Pupertätsjahren ein gutes Verhältnis zu den Kindern zu haben und erste, ernsthafte Veränderungen wahrnehmen und sofort handeln. Es sollte auch darauf bestanden werden, den neuen Freund kennenlernen und hinterfragen zu dürfen. Wenn es doch zu schön ist um wahr zu sein, ist es wohl tatsächlich zu schön um wahr zu sein.

Weitere Infos gibt es auch auf der Seite www.no-loverboys.de. #ARD #Zwangsprostitution