Unmittelbar nach dem Einschlagen des neuen Kurses Deutschlands gegenüber der #Türkei in Form ihrer Neuausrichtung der Türkei-Politik, welche Außenminister Gabriel erstmals verkündete, verschärfte sich der politische Streit zwischen beiden Ländern nahezu wöchentlich enorm. Der Eine behauptete, der Andere konterte, kritisierte beziehungsweise verurteilte. Regelmäßig wurden immer neue und höhere Eskalationsstufen erreicht. Nun scheint die Beziehung an noch schärferen Tönen zu gewinnen: Erstmals verabschiedet sich die Bundesregierung von ihrem Willen zur Diplomatie und kündigt härtere Maßnahmen an!

"Buhmann" Türkei ? : Auch Deutschland gab verschärfte Reisehinweise heraus!

Nach der Inhaftierung zahlreicher deutscher (die lediglich den deutschen und nicht mehr den türkischen Pass besaßen) und deutsch-türkischer Staatsbürger (mit sowohl der deutschen als auch der türkischen Staatsangehörigkeit) verschärfte #Deutschland schließlich die Sicherheits- und Reisehinweise gegenüber der Türkei als Präventionsmaßnahme.

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Dies begründete das Auswärtige Amt, zitiert nach Web.de folgendermaßen: "Zuletzt waren in der Türkei in einigen Fällen Deutsche von freiheitsentziehenden Maßnahmen betroffen, deren Grund oder Dauer nicht nachvollziehbar war." Demnach sollten die Bürger in Deutschland nun davon in Kenntnis gesetzt werden, dass sie eine Reise in die Türkei auf eigene Gefahr hin antreten, da auch sie möglicherweise dort dann verhaftet werden könnten.

Erdogan kontert und gibt eine Reisewarnung für Deutschland heraus!

Nun konterte #Erdogan, indem er nicht nur seinerseits verschärfte Reisehinweise gegenüber Deutschland formulieren ließ, sondern indem er eine konkrete Reisewarnung aussprach. Nach der bereits versuchten Einflussnahme auf den deutschen Bundestagswahlkampf stellt dies einen weiteren Versuch dar, mit einem Aufruf türkische und deutsch-türkische Staatsbürger zu beeinflussen.

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Wie "Der Westen" berichtete, warnt das türkische Außenministerium in seiner öffentlichen Erklärung Türken vor „wahrscheinlicher fremdenfeindlicher und rassistischer Behandlung, Verhalten und Verbalangriffen“. Des Weiteren sollten sie sich „nicht auf politische Debatten einlassen“, sollten sie dann doch dazu entscheiden, nach Deutschland zu reisen. Stattdessen plädiert das türkische Außenministerium für die Abstinenz von Wahlkampfveranstaltungen der politischen Parteien und von Plätzen, auf denen Kundgebungen oder Demonstrationen abgehalten würden, „die von Terrororganisationen organisiert oder unterstützt und von den deutschen Behörden geduldet werden." Darüber hinaus warnt das Außenministerium seine türkischen Staatsbürger vor angeblichem respektlosen Verhalten Deutschlands bei der Einreise. Vor allem auf Flughäfen sollen Türken angeblich von Sicherheits- und Zollbehörden „willkürlich hingehalten, befragt und respektlos behandelt“ werden.

Reaktionen aus Deutschland auf die "bizarre Reisewarnung" der Türkei

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) als auch Kanzlerkandidat Martin Schulz (SPD) zeigten sich empört über die Reisewarnung der Türkei.

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Was sie sagten, sehen Sie nachfolgend:

Türkei auf die Risikoliste! - Einzige Chance Deutschlands zur Züchtigung Erdogans?

Wie die Welt nach „Süddeutsche Zeitung“, NDR und WDR zufolge informierte, überprüfe die Bundesregierung in Absprache mit den deutschen Sicherheitsbehörden derzeit, ob die Türkei auf die sogenannte "Staatenliste" gesetzt werden soll, da eine Abflachung des Konflikts nicht in unmittelbarer Aussicht stehe und währenddessen sogar ständige Verschärfungen konstatierbar sind. Dies bedeute einen drastischen Schritt bezüglich der Türkei-Politik und des Konfliktes insgesamt.

Auf der Liste befänden sich nämlich, wie Welt berichtete, jene Staaten, in denen Geheimnisträger beispielsweise aus Nachrichtendiensten und bestimmten Bereichen der Polizei und der Bundeswehr mit „besonderen Sicherheitsrisiken“, wie Einschüchterungs- und Erpressungsversuchen, zu rechnen haben.