Ein Sondereinsatzkommando (SEK) hat heute morgen in #Schwerin einen 19-jährigen #Syrer festgenommen. Laut der Bundesanwaltschaft wurde die Festnahme "wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat" nach Paragraf 89a des Strafgesetzbuches vorgenommen. Der tatverdächtige Yamen A. ist Syrer und 19 Jahre alt.

Wie Generalbundesanwalt Dr. Peter Frank mitteilen ließ, ist Yamen A. nach bisherigen Ermittlungen dringend verdächtig einen islamistisch motivierten Anschlag in Deutschland mit hochexplosivem Sprengstoff nicht nur geplant, sondern auch konkret vorbereitet zu haben.

Menschen töten und verletzen

Laut den bisherigen Erkenntnissen der Bundesanwaltschaft hat Yamen A.

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spätestens im Juli diesen Jahres den Entschluss gefasst, möglichst viele Menschen zu töten und zu verletzen. Dazu wollte Yamen A. einen Sprengsatz in Deutschland zünden. Um seinen furchtbaren Plan umzusetzen, soll der mutmaßliche Terrorist bereits Bauteile und Chemikalien für die Herstellung des Sprengsatzes beschafft haben. Unklar ist zurzeit, ob der Beschuldigte schon ein konkretes Anschlagsziel ins Auge gefasst hatte.

Durchsuchungen in Schwerin und Hamburg

Anhaltspunkte für die Mitgliedschaft in einer terroristischen Verbindung hat die Bundesanwaltschaft bisher nicht. Trotzdem soll nicht nur die Wohnung von Yamen A., sondern auch die Wohnungen weiterer Personen in Schwerin und Hamburg durchsucht worden sein. Diese Personen sind, laut Bundesanwaltschaft, bisher aber nicht tatverdächtig.

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Per Twitter hatte die Polizei in Schwerin über das Vorgehen informiert. Es habe sich um geplante Durchsuchungen mehrerer Wohnungen und eine Festnahme in Schwerin Neu Zippendorf durch das Bundeskriminalamt und das Landeskriminalamt von Mecklenburg-Vorpommern gehandelt. Für die Anwohner bestehe keine Gefahr. Die Bürger wurden aber gebeten, sich an die Weisungen der Beamten vor Ort zu halten:

Auch die Hamburger Polizei informierte ihre Bürger per Twitter über die Vorgänge:

Pressekonferenz der Bundesanwaltschaft

Der Generalbundesanwalt hat weitere Informationen angekündigt. In Karlsruhe, dem Sitz der Bundesanwaltschaft beim Bundesgerichtshof, ist für 14 Uhr eine Pressekonferenz angesetzt. Erst letzte Woche war in Berlin ein Tatverdächtiger festgenommen worden, der zur Islamistenszene gehören soll. #Terror