Angeblich haben die Spitzen von #CDU und #CSU nach stundenlanger Beratung in der Parteizentrale im Berliner Konrad-Adenauer-Haus eine Einigung im Streit um eine mögliche #Obergrenze für Flüchtlinge erzielt. Demnach soll zwar die ursprünglich von der CSU geforderte Obergrenze von 200 000 Flüchtlingen pro Jahr eingeführt werden, das Wort Obergrenze soll aber in der Einigung nicht genannt werden, sondern die Schwesterparteien sollen sich auf die Bezeichnung "Begrenzung der Zuwanderung" verständigt haben. Zusätzlich soll es ein Zuwanderungsgesetz für Fachkräfte geben.

Verhandelt hatten für die CDU die Bundeskanzlerin und Parteichefin Angela Merkel, Fraktionschef Volker Kauder, Generalsekretär Peter Tauber, Finanzminister Wolfgang Schäuble und Kanzleramtschef Peter Altmaier.

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Am Abend kam dann noch Bundesinnenminister Thomas de Maizière dazu. Gerüchte sagen, um die Einigung perfekt zu machen.

Für die CSU verhandelten Parteichef Horst Seehofer, CSU-Landtagsfraktionschef Thomas Kreutzer, der bayrische Innenminister Joachim Herrmann, Landesgruppenchef Alexander Dobrindt und Generalsekretär Andreas Scheuer.

Merkel und Seehofer unter vier Augen

Angela Merkel soll die Einigung mit der CSU über die Obergrenze für Flüchtlinge kurz vorher beim Deutschlandtag der "Jungen Union" als "Quadratur des Kreises" bezeichnet haben und so hören sich die bisher durchsickernden Informationen auch an: Denn an der Grenze soll niemand zurück gewiesen werden. Trotzdem sollen pro Jahr inklusive Familiennachzug nicht mehr als 200 000 Menschen aufgenommen werden. Auf der anderen Seite soll es bei humanitären Krisen eine Ausnahmeregelung geben.

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Vor der Einigung sollen sich die beiden Unionsparteien zunächst intern beraten haben, dann sollen sich Merkel und Seehofer zu einen Gespräch unter vier Augen zurück gezogen haben.

Heimat, Leitkultur und Patriotismus

Zu Beginn der Verhandlungen hatte die CSU einen Zehn-Punkte-Plan vorgelegt und die CDU damit überrascht. Darin wurden CSU-Sicht Thesen für eine "bürgerlich-konservative Erneuerung" mit Begriffen wie Heimat, Leitkultur und Patriotismus formuliert. "Konservativ sei wieder sexy." Wer jetzt wie vorher weiter machen wolle, riskiere die Mehrheitsfähigkeit der Union. Mit dem Plan wolle die CSU der AfD die Wähler wieder abjagen, wie diese Thesen aber von den anderen Partnern der möglichen Jamaika-Koalition aufgenommen werden, dürfte fraglich sein.