Wenn zu Sankt Martin oder Weihnachten in Deutschland besonders viele #Gänse auf den Tisch kommen, haben die sogenannten Martinsgänse rund 12 Wochen voller grauenhafter Schmerzen und Qualen hinter sich. Sie wurden unter tierquälerischen Bedingungen gehalten, ihr Futter war auf die schnelle Mast ausgerichtet und oft mit Antibiotika versehen.

Laut dem „Statistischen Bundesamt“ wurden 2015 in Deutschland 24 000 Tonnen Gänsefleisch verbraucht. Davon stammten nur 2 954 Tonnen aus deutschen Betrieben, der Rest wurde aus dem Ausland eingeführt. Zum Beispiel 14 000 Tonnen aus Polen und 6 000 Tonnen aus Ungarn, was für die Tiere noch mehr Leid und noch abartigere und grausamere Haltungsbedingungen bedeutet, denn in diesen Ländern ist zum Beispiel das brutale Stopfen von Gänsen nicht, wie in Deutschland, verboten.

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Ein Gänseleben voller Schmerzen

Eine Stopfgans bekommt jeden einzelnen Tag so viel Nahrung durch ein Metallrohr in den Hals gepresst, dass die Menge auf einen Menschen umgerechnet ungefähr 15 Kilogramm betragen würde. Die qualvolle Prozedur hat entsetzliche Nebenwirkungen wie gerissene Hälse und geplatzte Mägen. Ebenfalls entsetzlich ist das Leben der Gänse, die immer wieder lebend gerupft werden, eine unvorstellbare Qual, bei der oft ganze Hautstücke herausgerissen werden.

Doch auch die „normale“ Mast bedeutet für die Tiere ein Leben unter furchtbaren Schmerzen. Damit eine möglichst hohe und schnelle Gewichtszunahme erreicht wird, werden die Tiere auch in Deutschland und Österreich in enge Ställe gequetscht. In der drangvollen Enge, auf Betonboden und mit Kunstlicht können die Tiere nicht einmal ansatzweise ein arttypisches Leben fristen.

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Das Grauen geht bis zur letzten Sekunde weiter

Durch extreme Zuchtselektion wurden Gänserassen geschaffen, die ihr Gewicht in kürzester Zeit erreichen. Dafür bezahlen die Tiere einen hohen Preis, unter anderem in Form von Atemnot, Gelenkschmerzen, gebrochenen Beinen und Herzanfällen. Geschwächte Tiere werden oft unter dem Gewicht der anderen zu Tode getrampelt. Während eine freilaufende Gans rund 20 Wochen braucht, um auf das passende Gewicht zu kommen, brauchen diese bedauernswerten Wesen nur rund die Hälfte dafür.

Und selbstverständlich wird den armen Geschöpfen auch ein würdevoller Tod verwehrt. In engen Plastikkisten werden die Gänse zum Massentöten abtransportiert. Dabei werden die verzweifelten Tiere kopfüber an ein Fließband gehängt und durch unter Strom gesetztes Wasser gezogen. Bei der nächsten Station warten rotierende Messer auf die teilweise nur halb oder gar nicht betäubten Gänse. Geköpft endet dann das Leben der klugen und sensiblen Tiere. Folgendes Video zeigt das Leiden der Gänse:

#Tierschutz #Martinsgans