#Russland wurde bei den Olympischen Spielen suspendiert. Eine derartige Entscheidung ist ohne Präzedenzfall, erinnert aber sehr stark an den Boykott der Olympischen Sommerspiele in Moskau 1980, und dann in Los Angeles, vier Jahre später. Damals wie heute sollten die Russen auf diese Art und Weise für etwas bestraft werden. Die Vergeltungsmaßnahmen des Kremls sind durchaus denkbar und man kann sogar vermuten, dass der polnische Staatspräsident Duda für den Ernstfall verzweifelt nach Vermittlern sucht. Der Grund dafür ist klar: die immer stärker werdenden russischen Panzerarmeen in Europa. Stehen wir etwa am Vorabend des Dritten Weltkriegs?

Dies lässt verständlicherweise die Emotionen in Russland hochkochen

Die russischen Politiker erklären die Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees mit der Kompetenzerweiterung der NATO: den Wandel hin zu einem umfassenden Sicherheitsbegriff, nach dem militärische und zivile Angriffsmittel gleichrangig und als miteinander verknüpft betrachtet werden.

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Mit anderen Worten; die Entscheidung sollte unter dem Druck der US-amerikanischen Oberschicht getroffen werden, um die russische Gesellschaft zu spalten und Putins Autorität zu schwächen.

Diese Meinung vertrat bei dem Fernsehsender Rossija 24 der junge Vorsitzende des Sportkomitee der Staatsduma Michail Degtarjow. "Wir haben alles gemacht was von uns gefordert wurde, um jeweilige Manipulationen des Anti-Doping-Systems in Russland für immer zu beheben. Wir haben nur das nicht existente Staats-Doping nicht als eine angeblich nachprüfbare Tatsache bestätigt."(Россию лишили права участия в ОИ 2018, Вести в 23 00 от 05.12.2017)

Ja, es ist von dem Krieg die Rede!

So hat dies jedenfalls der Mitglied des Föderationsrates Jegor Morosow in derselben Fernsehsendung zusammengefasst. "Wir haben mit einem erbarmurnglosen Krieg, der gegen uns mit allen nur erdenklichen Mittelln geführt wird, zu tun.

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[...] Heute hat die gesamte russische Gesellschaft einen sehr schmerzhaften Schlag erlitten. Der unerklärte Krieg wird nun auf eine noch nie da gewesene Art und Weise geführt. Auch unschuldige Leute werden diesem Krieg zum Opfer fallen." Dann rufte er die russischen Sportler auf, sich zu Wehr zu setzen und diese Spiele zu boykottieren.

Thomas Bach sei ein Mann ohne Ehre, so gibt die russische Presse zu verstehen

So beurteilt dies die Tageszeitung 'Kommersant': "Der IOK-Chef ist ein Deutscher: Thomas Bach, selbst Olympiasieger im Fechten und aus der DDR stammend, wo das Dopingproblem oft sehr ernst war, benahm sich der Russischen Föderation gegenüber zuerst aufrichtig. Er hatte seine ersten Spiele in der Post in Sotschi absolviert."

Die Deutschen sind, so wie früher, sehr arbeitsam und machen das Tempo, damit ihnen ihre US-amerikanischen Aufseher nicht weh tun — so verspotten die russischen Journalisten die Rolle der BRD-Bürger bei dem Internationalen Olympischen Komitee und der WADA.

Aus allen Kommentaren es ist nur ein Schluss zu ziehen, nämlich...

#Putin und die Russen lassen sich nicht klein kriegen, werden lange, trotzdem ganz sachliche Beratungen abhalten, und dann die übrige Welt wieder so überraschen wie es bei den Wirtschaftssanktionen der Fall war.

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