„Ich strebe eine stabile Regierung für 4 Jahre an.“ , so weit Kanzlerin Merkel über die Koalitionsgespräche.

Doch kann dies mit dem ewigen Hin und Her seitens der SPD wirklich gewährleistet werden?

Die Partei- und Fraktionsspitzen von CDU, CSU und SPD sprechen am Abend zum ersten Mal über eine mögliche Regierungszusammenarbeit - und auch über besondere Modelle, wobei die Parteispitzen der CDU und CSU auf eine schnelle Rückmeldung und Besprechung der SPD plädieren. So der parlamentarische Geschäftsführer der Union im Bundestag, Michael Grosse-Brömer (CDU): „Denn Politiker und Parteien werden gewählt, um zu gestalten, und nicht, um sich mit sich selbst zu beschäftigen.“ Auch Kanzlerin Merkel spricht sich für eine schnellere Entscheidung der SPD aus, da unter anderem auch die Wirtschaft unter dem vermeidbar langen Warten leidet.

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KoKo statt GroKo?

Dann der noch nicht vollständig zu Ende durchdachte Vorschlag der SPD, eine KoKo.

Anstelle einer typischen GroKo soll diesmal seitens der SPD – vor allem von der Seite von Martin Schulz- eine KoKo (Kooperations-#Koalition) zustande kommen, bei der CDU, CSU und SPD eine Koalition bilden, jedoch würde sich der Vertrag nur auf bestimmte gemeinsame Kernprojekte und Themengebiete beschränken. Mit dieser Idee distanziert sich die SPD von der CSU und bestätigt die unterstellte Angst wieder als Verlierer aus einer "GroKo" heraus zu gehen und folglich schlechte Wahlergebnisse zu fürchten. Ausschlaggebend sind die deutlichen Zweifel seitens der SPD, dass eine GroKo in diesem Fall kein Regierungsmodell sei, was sie sich wünschen und sie somit eine Art "dritten Weg" zwischen Neuwahl und fester Koalition schaffen wollen.

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Dieser Vorschlag traf in der CDU und CSU nur auf spöttische Kommentare und große Ablehnung, wobei Seehofer betont "Man kann nicht zum Teil regieren und zum anderen Teil opponieren. Das geht nicht." Und dass solche Vorschläge wie aus der „ Krabbelgruppe“ seien, was zu einem erneuten Streitpunkt führt.

Eine KoKo sei eben nur eine Kooperation, bei der fünf bis zehn Projekte miteinander besprochen und beschlossen werden, unter anderem auch der Bundeshaushalt, so Matthias Mirsch, Sprecher der parlamentarischen Linken, wobei dieses Modell noch Freiheiten für weitere Beschlüsse offen halte. Jedoch fordert die CDU/CSU ein klares Ganz oder Gar nicht, was die SPD Vorsitzenden nur weiter unter Druck setzt, jedoch bleibt die Ablehnung der großen Koalition bisher manifestiert.

Neuwahlen oder eine Minderheitenkoalition seien laut Experten nicht die Lösung, da dadurch auch das internationale Ansehen Merkels durchaus sinken könnte und dies somit keine Option für die CDU/CSU wäre.

Heute Abend steht das Treffen zwischen CDU, CSU und SPD fest, wobei die Koalitionsgespräche fortgesetzt werden und ein ersehnter Beschluss gefestigt werden soll. #Politik