Die einen fühlen sich durch sie beobachtet, die anderen geschützt. Die Rede ist von Videokameras. In unserer heutigen Welt werden sie genutzt um Menschen zu überwachen. An vielen Orten kann man das auch verstehen. Jedoch sollen sie nun ebenfalls in Schulen eingesetzt werden.

Schon seit einigen Jahren ist dies ein umstrittenes Thema im Netz, nicht ohne Grund. Denn durch das Installieren von Videokameras würde eine ständige Beobachtung entstehen, welche die Entwicklung der Schüler beeinträchtigt. Unter verschiedenen Artikeln zu dem Thema lassen sich zahlreiche Kommentare finden, in denen sowohl Lehrer, als auch Schüler darüber diskutierten.

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Das Verblüffende daran ist, dass nicht jeder von dieser Idee, Schulen zu überwachen, abgeschreckt ist. Die Begründung ist, dass inzwischen auch Orte wie Busse, Einfahrten und Läden unter ständiger Überwachung stehen und man sich schnell daran gewöhnen könnte. Zudem würde man sparen, da weniger Sachschaden entstehen würde.

Datenschützer dagegen

Aber dies lässt sich "grundsätzlich nicht mit dem Auftrag der Schulen, die Entwicklung der Schüler zu selbstbestimmten mündigen Persönlichkeiten zu fördern", vereinbaren, so der Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Nordrhein-Westfalen. Trotz dessen, wurden in den vergangenen Jahren an verschiedenen Schulen in Hamburg Videokameras, die zum Schutz dienen sollten, aufgehängt. Es konnte zwar eine zurückgehende Anzahl der Vorfälle beobachtet werden, allerdings wurde 2016 keine Straftat durch das aufgezeichnete Material aufgeklärt.

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Seit circa einem Jahr ist Schulen in einigen Bundesländern (wie zum Beispiel Hessen) das #Videoüberwachen von öffentlichen Plätzen gestattet, sofern dort wiederholt Straftaten aufgetreten sind.

Unbezahlbare Alternativen

Eine weitere Möglichkeit zur Überwachung wäre die Zutrittskontrolle durch Videogegensprechanlage. Hierbei sollten die Schulen während der Unterrichtszeit verschlossen, und durch Personal überwacht werden, welches entscheidet wem der Zutritt gewährt wird. Dies stellt eine datenschutzrechtlich weniger bedenkliche Alternative dar. In Berlin wird dies an Schulen getestet. Allerdings ist der Kostenaufwand fraglich, auf rund 800.000 Euro wird sie geschätzt. Ebenfalls müsste eine neue Arbeitskraft gesucht werden.

Ob nun das Videoüberwachen der Schulen der richtige Weg ist, um Vandalismus, Gewalt, Missbrauch und Diebstahl zu stoppen, bleibt jedoch fraglich und wird sich in den nächsten Jahren zeigen. #Überwachung #Schule