In der heutigen Zeit gibt es viele Tierarten, die vom Aussterben bedroht sind, was vor allem die Schuld der Menschen ist, die sie jagen und töten. Überall auf der Welt gibt es deswegen Reservate und Nationalparks, um das Morden zu verhindern und den nötigen Schutz zu bieten. Eine ganz besondere Tierart, von der es nur knapp über 800 auf der Erde gibt, sind die Berggorillas.

Die seltenen Tiere bewohnen die Regenwälder in den Virunga-Bergen im Grenzgebiet von Uganda, Ruanda und dem Kongo in Afrika. Sie ernähren sich nahezu ausschließlich von Pflanzen und fressen am liebsten Blätter, Wurzeln und Bambusschösslinge. In ihrem natürlichen Lebensraum sind die Berggorillas aus verschiedensten Gründen bedroht, wie zum Beispiel "Bushmeat", die Jagd auf Gorillas für den Kochtopf, die Zerstörung ihres Lebensraumes und die Waldvernichtung.

Um die Berggorillas langfristig zu schützen und vorm Aussterben zu bewahren, wurden mehrere Schutzgebiete eingerichtet, wie der "Bwindi Nationalpark" in Uganda und der "Parc national des Volcans" in Ruanda. In diesen Parks arbeiten zahlreiche Wildhüter (Ranger), die die Touristen beim Gorilla-Trekking zu den einzelnen habituierten - an Menschen gewöhnten - Gorillagruppen führen und die Einhaltung der strengen Verhaltensregeln überwachen.

In Gegenwart der Tiere darf man nicht krank sein, nicht einmal einen Schnupfen haben, da menschliche Krankheiten für die Gorillas lebensgefährlich sind. Da vor allem Kinderkrankheiten für sie gefährlich sind, dürfen erst Jugendliche ab 15 Jahren am Gorilla-Trekking teilnehmen. Außerdem müssen sich Besucher unbedingt ruhig verhalten, leise sprechen und einen Sicherheitsabstand von mindestens 7 Metern zu den Gorillas halten.

Es kann einige Stunden dauern, bis der Ranger mithilfe einer Funkverbindung mit den anderen Tierschützern eine Gorillagruppe gefunden hat, doch das Erlebnis der Reise allein, ist schon unbezahlbar. Man wandert durch den Dschungel, kriecht auch mal am Boden und klettert steile Hänge hinauf. Einmal bei den Tieren angekommen darf man sich 60 Minuten lang in deren Nähe aufhalten, sie aber auf keinen Fall berühren oder mit Blitzlicht fotografieren.

"Die Berggorilla und Regenwald Direkthilfe" will das Überleben der Berggorillas und anderer bedrohter Gorillapopulationen sichern und ihren Lebensraum schützen. Eine ihrer wichtigsten Aufgaben ist die Unterstützung und Aufklärung der Menschen, die am Rand der Schutzgebiete oder im Lebensraum der Gorillas leben. Laut "berggorillas.de" unterstützt die Organisation Projekte, die die lokale Bevölkerung über die Bedeutung der Schutzgebiete und die Folgen der Abholzung und anderer schädlicher Folgen der Waldnutzung aufklären. Außerdem werden die Wildhüter, die entscheidend zum Schutz der Gorillas beitragen, regelmäßig mit Ausrüstung ausgestattet, damit sie in den fast undurchdringlichen Wäldern arbeiten können.

Viele Organisationen sind der Meinung, dass der mit den Jahren stark angewachsene Tourismus viel zum Schutz der letzten Berggorillas beiträgt. Ohne den täglichen Besuch von Menschen aus aller Welt, die einen Eintritt von etwa 750 US Dollar (Preis ab 2012) zahlen, wären die Tiere vermutlich weit stärker dezimiert oder gar ganz ausgerottet worden. Die Menschen in Uganda und Ruanda haben offensichtlich begriffen, dass Berggorillas zu beobachten lukrativer ist, als sie zu töten. Die letzten überlebenden Gorillas sind sogar zu einem, nicht zu unterschätzenden Wirtschaftsfaktor geworden, da sie die Hauptattraktion beider Länder sind.

Trotz des relativ hohen Preises sind die letzten Berggorillas unbedingt eine Reise wert. Der Anblick eines riesigen Silberrückens, und in wenigen Metern Entfernung von kleinen Baby-Gorillas zu sitzen ist magisch und ein Reiseerlebnis, das man nicht so schnell wieder vergisst.