Im kalifornischen Silicon Valley wurde das Unternehmen Airbnb 2008, als Markplatz für einzigartige Unterkünfte auf der ganzen Welt gegründet. Nun ist der Trend auch in Österreich voll und ganz angekommen, mittlerweile gibt es fast 4.000 Wohnungsangebote allein in der Hauptstadt Wien. Auch Salzburg, Innsbruck und Graz folgen. Der österreichische Pressesprecher freut sich über einen Anstieg von 140 % gegenüber dem Januar letzten Jahres.

Das Prinzip ist einfach und übersichtlich gestaltet, wie auch die puristische Homepage der Plattform. Jeder kann sich registrieren und somit entweder nach Zimmern oder Wohnungen suchen, oder selbst welche inserieren. Man sieht sofort eine Vielzahl von Angeboten, vom günstigen gemütlichen Zimmerchen für ein bis zwei Personen, bis hin zu hochmodernen Lofts und Wellnessinseln. Die Präsentation über Fotos und den Preis pro Nacht bestimmen die Vermieter selbst. Hierbei gibt es auch keinen Ausschluss gegenüber gewerblichen Anbietern. So werden beispielsweise in Wien, rund 2.900 Wohnungen als "gesamte Unterkünfte" vermietet, wovon fast ein Viertel von allein 74 Anbietern verwaltet werden. Dies deutet auf einen Entzug von Wohnungen aus dem Immobilienmarkt, die dafür steuerfrei zur Vermietung freigelassen werden.

Dabei basiert das Konzept, ähnlich wie Ebay oder Amazon, auf Userreviews, sprich Bewertungen. Diese Art der Werbung für die Wohnung und den Vermieter selbst, stellt einen Grundpfeiler des ganzen Unternehmens dar, so kann man sowohl als Mieter, als auch als Vermieter seine Meinung abgeben und die Unterkünfte nach Kriterien, wie beispielsweise Sauberkeit "raten". Außerdem gibt es auch die Option, dem Mieter oder Vermieter zusätzlich eine private Bewertung zu hinterlassen, also eine die nicht veröffentlicht wird, um so Verbesserungsvorschläge äußern zu können, ohne dem Ruf des anderen zu schaden.

Alles in allem eine weltoffene Idee und tolle Weiterführung des "Couchsurfings", das unentgeltlich und früher deshalb auch als eher unsicher galt. Airbnb verlangt von jedem User eine Verifizierung, entweder über die Kreditkarte oder das Hochladen des Reisepasses.

"Mir ist seit zwei Jahren nie irgendetwas Schlimmes passiert, nur dass einmal ein Bett kaputt ging, aber das ist bei jungen Verliebten manchmal so.", verrät Ivan C., der als Student durch das Vermieten eines Zimmers seiner Dreizimmerwohnung über die Runden kommt.

Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) hat im Zuge der Steuerreform angekündigt, temporären Vermietern ins Konto schauen und so Steuerhinterziehung aufspüren zu wollen. Bis Juli sollen die Gesetze ausgearbeitet werden, heißt es aus dem Finanzministerium. "Wir würden uns freuen, wenn wir uns mit Herrn Mitterlehner einmal zusammensetzen könnten", sagt Trautwein. Anstatt von "hintenrum" auf die Konten zu schauen, empfiehlt er den direkten Dialog mit dem Unternehmen, schreibt der Standard.

Für Reisende bleibt jedoch keine interessantere Möglichkeit um ein Land und seine Leute tatsächlich, und von der weniger touristischen Seite kennenzulernen. Ob bei einer Nachtradtour durch Sommerplatzregen, beim gemeinsamen Ausstellungsbesuch oder auf der spannendsten Insiderparty. Airbnb macht es möglich, und Dank der mehrheitlich weltoffenen Vermieter zur Freude sowie günstigen Alternative der Übernachtung in über 34.000 Städten und über 200 Ländern weltweit. #Internet