Nach Belize zu fahren war eine ziemlich spontane Entscheidung. Ich wollte sowieso nach Playa del Carmen in Mexiko reisen und von dort aus ist es nur eine kurze Fahrt mit dem Bus nach Belize. Als ich die Tour das erste Mal im Jahr 2012 unternahm, gab es keine direkte Verbindung nach Belize City von Playa del Carmen aus. Heute kann man mit dem Bus direkt von Playa nach Belize City gelangen, man fährt um Mitternacht los und kommt gegen 7 Uhr morgens an.

Nachdem ich in Chetumal angekommen war, musste ich ein Taxi von der Bushaltestelle nehmen, um zu einem zentralen Platz zu gelangen, von wo aus die Busse nach Belize City losfuhren. Diese Busse waren etwas Besonderes - Grün angemalte alte, amerikanische Schulbusse. Sobald wir Chetumal verlassen hatten, drehte unser Busfahrer sein nachträglich installiertes Sound-System voll auf und spielte Reggaeton - die ganze Fahrt nach Belize City über. Das muss man einmal erlebt haben, auch wenn einem noch am nächsten Tag die Ohren dröhnen.

An der Grenze zu Belize musste jeder, außer dem Busfahrer, aussteigen und zu Fuß die Grenze und die Zollstation passieren und durfte erst danach wieder in den Bus einsteigen. Die weitere Busfahrt dauerte ungefähr 6 Stunden, obwohl es sich nur um eine Strecke von ca. 160 km handelte. Das lag daran, dass der Busfahrer überall anhielt, damit die Leute ein- und aussteigen konnten, es musste nur gewunken werden und der Bus hielt an.

Wir kamen um 22 Uhr abends in Belize City an und ich verbrachte eine Nacht in einer kleinen Pension in der Nähe des Hafens, denn ich wollte am nächsten Morgen mit einem Boot nach Ambergris Caye übersetzen. Am nächsten Morgen nahm ich das Speedboot nach Ambergris Caye mit einem kurzen Stop auf Caye Caulker. Die Fahrt dauert etwa 1,5 Stunden und kostet 15 Euro. Mit dem Boot durch die belizianische Lagune zu fahren, war atemberaubend - Kristallklares Wasser und kleine Mangroven-Inseln so weit das Auge reicht.

Als ich in San Pedro, dem einzigen Ort auf Ambergris Caye, an Land ging, war mein erster Gedanke - Wenn ich ein Pirat wäre, würde ich auf jeden Fall meine Basis hier errichten. Kokospalmen überall, kleine weiße Sandstrände und klares Wasser, dass voll mit tropischen Rifffischen ist.

Ich übernachtete im Ruby's Hotel nur wenige Minuten südlich von der Bootsanlegestelle direkt am Strand. Es handelt sich dabei um ein kleines, ziemlich günstiges, sauberes Gästehaus mit Terrassen auf jeder Etage, von denen man einen herrlichen Blick über die Lagune bis hin zum Riff hat. Die nächsten Tage entdeckte ich San Pedro, unternahm einen Schnorchel Ausflug auf einem Katamaran, bei dem es viel Rum zu trinken gab, und genoß den karibischen Lebensstil.

Ich muss zugeben, San Pedro war ein bißchen zu sehr bevölkert von Touristen, aber sobald man die Ortsgrenzen hinter sich lässt, wird es wieder entspannter um einen herum. Wenn man das Riffinselleben ohne viele Touristen erleben möchte, muss man auf einer der kleineren Inseln wie etwa Caye Caulker logieren und nicht in San Pedro. Wenn man jedoch abends auch ganz gerne mal feiern gehen möchte, ist man dort genau richtig.

Das Essen ist sehr lecker auf den Inseln! Frische Meeresfrüchte gibt es überall und, zumindest in San Pedro, hat man eine große Auswahl an internationaler Küche.

Belize beherbergt jedoch so viel mehr als nur das zweit größte Barriere Riff der Erde, was zugegebener maßen für mich als Taucher am interessantesten ist. Man kann durch dichten Dschungel wandern, den Belize City Zoo besuchen, den Hummingbird Highway entlang fahren oder alte Maya-Ruinen entdecken.

Preislich sind die Inseln nicht viel günstiger als Deutschland, da viel angeschifft werden muss. Das Preisniveau sinkt aber auf dem Festland deutlich. Belize ist definitiv einen Besuch wert. Hier kommt man als Aktivurlauber auf jeden Fall auf seine Kosten, sei es beim Tauchen oder auf dem Festland.

Neben Belize, sind auch die indonesische Insel Bali oder die italienische Großstadt Neapel sind interessante Reiseziele für diesen Sommer. #Hobby