Dieser Artikel soll der Auftakt zu einer losen Serie rund um den italienischen #Wein werden. Sie soll ein wenig dazu beitragen, sich zu orientieren und zu informieren.

Wer sich für Wein interessiert wird beim Thema #Italien nicht vorbeikommen. Das Angebot an Produkten ist vielfältig, die Anzahl von mehr als 1000 Rebsorten einzigartig, die Unterschiede in Qualität, Jahrgänge, Boden oder Klima sind komplex. Italien ist sicher eines der spannendsten Weinanbauländer weltweit. #Barolo, Barbaresco, Brunello oder Chianti Classico sind dafür nur einige bekannte Beispiele.

Wie lernt man den italienischen Wein kennen?

Vieles kann man sich erlesen – das meiste muss der Weinfreund bzw. die Weinfreundin, oder der bzw. die es werden möchte, selbst erfahren. Lesen vermittelt eine gewisse Basis, Probieren ist die Praxis. Und mit ihr kommt dann so richtig Spaß auf, gepaart mit viel Lebensfreude möglichst in der Verbindung „Kochen & Wein“. Denn Wein soll Spaß machen, den Genuss steigern und für die italienischen Momente im Leben sorgen. Noch besser: Man besucht während seines Aufenthaltes in Italien Weingüter. Hier kann man probieren, sich den Wein erklären lassen und natürlich auch kaufen.

Historisches in Kurzform zum Weinland Italien

Die edle Weinrebe, eine Unterart der vitis vinifera, ist eine der ältesten Kulturpflanzen. Vermutlich stammt sie aus dem heutigen Georgien und ist über den Irak in Richtung Mittelmeer gekommen. Weiter kultiviert wurde sie dann in Griechenland und erreicht in der Folge den Süden Italiens.

Im Laufe der Jahrhunderte wanderte die Weinrebe weiter nach Norden und kam bei den Etruskern an, die in der heutigen Toskana lebten. Die Römer brachten dann denn Wein in weitere europäische Länder. Nach dem Zusammenbruch des römischen Reiches war bis zur Renaissance erst einmal Schluss mit der Weinkultur. Die Medicis verhalfen dann dem Weinbau zur neuen Blüte. Tatsächlich gibt es noch große Weinhandelshäuser und Weinerzeuger in Italien, deren Wurzeln aus dieser Zeit stammten.

Danach folgte ein Auf und Ab, das durch Fremdherrschaft, Reblausplage und politisch unruhige Zeiten bestimmt wurde. In den 1960er Jahren gewann der Wein wieder an Bedeutung. Mit den Gastarbeitern, den ersten Pizzarien und dem aufkommenden Tourismus fanden Weine wie Montepulciano oder besonders der Chianti – die etwas Älteren erinnern sich vielleicht noch an die bastumflochtene „Fiasco-Flasche“ deren Name meist mit dem Inhalt übereinstimmend war und die leer getrunken gerne mit Tropfkerzen bestückt wurde - den Weg in die deutschen Haushalte.

Gegen Mitte der 1980er Jahre kam langsam frischer Wind in die angestaubten Keller. Generationswechsel. Allmählich gingen die alten Winzer in den Ruhestand und die Kinder übernahmen. Die junge Weinmachergeneration hatte andere Vorstellungen als ihre Eltern. Sie wollten nicht nur den Wein bei den Genossenschaften abliefern, sie wollten ihre eigenen Produkte nach eigenen Vorstellungen herstellen und diese nicht nur regional vertreiben. Weinfachschulen bekamen regen Zulauf, es wurde in andere Länder gereist um zu lernen. wie dort Wein gemacht wird, die Erträge wurden zugunsten der Qualität reduziert, im Weinberg und im Keller wurde jetzt sauber gearbeitet, moderne Technik fand Einzug und der Wein kam in neue Fässer. Es wurde ein Weg zwischen Tradition und Moderne geschaffen, der bis heute erfolgreich gegangen wird.

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