#Piemont … für viele Weinfreunde ein Dorado der besten Weine Italiens. Es stimmt, hier am „Fuß der Berge“, im Nordwesten Italiens, entstehen hervorragende Weine. König im Keller ist der aus der Nebbiolo-Traube hergestellte #Barolo, gefolgt vom Barbaresco – übrigens nicht nur Namen für Weine, sondern auch zwei Weinorte, deren Besuch sich lohnt. Wer auf der Suche nach seinem Lieblingswein ist, wird dort sicher in einer der vielen Weinhandlungen fündig. Um sich die Qual der Wahl einfacher zu machen und um sich eine Übersicht zu verschaffen, ist es empfehlenswert, einmal die Enoteca Regionale del Barolo oder die Enoteca Regionale del Barbaresco besuchen. Hier kann man auch probieren und sich orientieren. Eine ideale Gelegenheit für diejenigen, die sich in die wichtigsten Weine des Piemont gewissermaßen „eintrinken“ möchten.

Im Piemont stehen etwa 50.000 Hektar Land mit mehr als hundert zugelassenen Sorten unter Reben. Darunter sind zahlreiche autochthone Rebsorten - also einheimische Rebsorten, die seit langer Zeit in einer Region kultiviert werden. Nebbiolo, #Barbera, Dolcetto oder die weiße Cortese für den Gavi sind dafür nur einige populäre Beispiele. Die sehr ländliche und weinamitionierte Region spielt übrigens eine wichtige Rolle. Hier entstehen mit über 500 Millionen Flaschen die meisten DOC/G-Weine Italiens.

Barolo, Barbaresco … und was sonst noch?

Natürlich sind die „Vorzeigeweine“ Barolo oder Barbaresco gefragt und sie sind mitunter auch sehr teuer. Ehrlich gesagt: Einige namhafte Weinmacher übertreiben es beim Preis exorbitant. Ohnehin ist es ratsam als Weinanfänger mit etwas einfacher zu verstehenden Weinen zu beginnen. Die Vielfalt ist verlockend groß. Jeder Wein hat seinen eigenen Charakter und ein Barbera d'Alba und ein Barbera d'Asti haben zwar die Rebsorte Barbera als Basisrebe, sind jedoch völlig verschieden.

Zwar ist das Piemont bekannt für seine Rotweine, aber vergessen sollte man nicht das es hier auch ausgezeichnete Weißweine gibt. Abgesehen vom bekannten Gavi (di Gavi) sollte man bei einer Reise ins Piemont unbedingt den strohgelben, leicht zugänglichen Arneis Langhe oder Roero Arneis probieren, eine fast ausgestorbene Weißweinsorte, die wieder rekultiviert wird. Oder zum Mittagessen vielleicht einen leichten, frischen Favorita? Wer bei einem Asti Spumante an einen pappig-süßen Billig-Sprudelwein denkt, wird selbst beim etwas einfacheren Moscato d'Asti umdenken. Hier gibt es ausgezeichnete Qualitätsprodukte mit herrlicher Aromenvielfalt. Ideal zum Dessert oder an einem warmen Sommertag.

Unbekanntes aus dem Piemont

Abseits ausgetretener Pfade findet man im Piemont noch Weine, die weniger bekannt, aber dennoch sehr interessant sind. Hier seien beispielsweise die kraftvollen Weine Gattinara, Ghemme, Fara, Boca genannt. Alle ebenso aus Nebbiolo oder auf Nebbiolobasis, wie der leider vergessene Lessona. Im Montferrato sind seltene Spezialitäten wie der fruchtintensive Ruché oder der schon fast archaisch anmutende, erdbeerrote und tanninreiche Grignolino zu entdecken. Übrigens: Der Besuch eines Weingutes ist hochinteressant und wird gern gesehen.

Vergessen sollte man nicht das es im Piemont eine nahezu perfekte Liason gibt – die von Essen und Trinken. Beides zusammen macht eine Reise in diese Region zu einem wahren Genuß.

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Wein aus Italien – DOC, DOCG und andere Herkunftsbezeichnungen | Teil 2