Verwinkelte Gassen, pralle Orangen auch mitten im Winter und eine Architektur, die vom verspielten Jugendstil bis hin zu futuristischen Bauten geprägt ist: Das alles nimmt man als Besucher wahr, wenn sie durch Valencia bummeln. Die Stadt lockt mit mediterranem Flair, malerischen Stränden und als Hauptstadt der Paella kommen hier auch Feinschmecker auf ihre Kosten. Abseits großer Mengen von Touristen erlebt man hier eine authentische Metropole Spaniens. Der Kalender zeigt das Ende des Monats Dezember an und doch versetzen reife Zitrusfrüchte in den Passagen von Valencia die Fußgänger in unbeschwerte Frühlingsmonate. Hier in Valencia hat es kurz vor dem Jahreswechsel Plusgrade, bei denen sich der ein oder andere historische Spaziergang lohnt.

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Schließlich kann Valencia eine über 2000-jährige Geschichte vorwiesen.

Römer waren es, die 138 vor Christus die Stadt gründeten. 711 wurde sie dann von Mauren eingenommen und wuchs anschließend auf etwa 15.000 Einwohner an. - Valencia florierte! Heute ist sie die drittgrößte Stadt des Landes. Im Jahre 1094 verwandelte Rodrigo Díaz de Vivar die Stadt und wandelte Moscheen in Kirchen um. Doch die Christen konnten sich hier nur zwei Jahre an die Spitze setzen, ehe Valencia wieder von den Mauren eingenommen wurde. Auch weitere geschichtliche Ereignisse prägten zahlreiche das Gesicht der Stadt, die sich in der Architektur wiederspiegeln. Die Türme von Serrano wurden 1392 gebaut und stellen heute steinerne Zeitzeugen aus dem späten Mittelalter dar. Früher dienten sie dem militärischen Ziel, die Zugänge zum alten Valencia zu verteidigen, später beherbergten sie sogar ein Gefängnis.

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Kathedralen, mittelalterliche Verteidigungsbauten und sogar römische Tempel werden inzwischen auch durch eine moderne Stadtplanung ergänzt.

Blickt man von oben auf die Metropole, so ragen zahlreiche Türmchen und Kuppeln gen Himmel. Und wenn man sich als Besucher etwas außerhalb der Zentrums bewegt, so stößt man auf auch weiterhin auf imposante Überraschungen. So bildet das trocken gelegte Flussbett des Túria die "grüne Lunge" der Stadt. Hier kann man zwischen Palmen und mediterranen Pflanzen die Seele baumeln lassen. Fühlte man sich eben noch durch die vielen Monumente aus längst vergangenen Tagen im Geschehen des Mittelalters, so gelangt man am Ende des Parks in eine avantgardistische Epoche. Auf einem beeindruckenden Areal offenbart sich das moderne Wahrzeichen der Stadt: Die "Ciudad de las Artes y de las Ciencias". Beinah surreal erhebt sich die, zu Deutsch, "Stadt der Künste und Wissenschaften" als Meisterwerk der Architekten Santiago Calatrava und Félix Candela zwischen romantischen Palmengärten aus einem angelegt Teich hervor.

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Ebenso ruhig ist es im Museu de Belles Arts. Unter der blauen, imposanten Kuppel sind etwa 2000 Kunstwerke und Gemälde, die zwischen dem 14. und 17. Jahrhundert entstanden, ausgestellt. Darunter zählen unter anderem das Selbstportrait von Diego Velázquez Goya, el Greco oder Pintoricchio. Die Reise durch bedeutende Highlights der europäischen #Kunst ist kostenlos.

Wer das Kontrastprogramm erleben möchte, der nimmt den Bus in Richtung Küste. Wenige Minuten vom Inneren Valencias erstrecken sich die Strände Arenas und Malvarrosa, die zu jeder Jahreszeit zu genießen sind. Zwischen langen Sandpromenaden reiht sich ein Meeresfrüchte-Restaurant mit fangfrischen Spezialitäten neben das andere. Die Landschaft lädt zum Träumen und Flanieren ein. Insgesamt bietet Valencia ein großes Spektrum für jeden: Hier kann man Geschichte genießen, durch maritime Landschaften spazieren oder ausgelassen Shoppen. Abends locken unzählige Restaurants und Bars, die das Leben in den Fußgängerzonen äußerst lebendig gestalten. Und so ist Valencia schon längst kein Geheimtipp für Jedermann mehr, sondern eine Reise wert. #Reisen #Kultur