Nur vier Stunden Busfahrt trennen München von dem beschaulichen Ort Bozen in den italienischen Alpen. Bozen ist die Hauptstadt Südtirols, einer autonomen Provinz im Norden Italiens. Und als solche versprüht sie sogar im Winter ein mediterranes Flair. Grund dafür ist unter anderem das milde Klima, welches Obst und Weinreben reichlich gedeihen lässt. Die Stadt selbst lockt Besucher einerseits mit Verspieltheit und zeitloser Eleganz andererseits. Wer hier Urlaub macht, kann eine kulturelle Mannigfaltigkeit erleben. Los geht es am Waltherplatz, dem lebendigen Zentralpunkt zwischen verwinkelten Gassen, wo sogar das Weihnachtsfest ein bisschen länger dauert.

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Tradition wird eben groß geschrieben in dem Gebiet kurz nach der österreichischen Grenze. Bis zum 6. Januar bieten die freundlichen Verkäufer in kleinen Buden regionale Spezialitäten am Christkindlmarkt. Während man bei einem Stand den typischen südtiroler Schinken Speck, feinem Grappa oder wärmenden Glühwein kleine Schmankerl erstehen kann, warten um die Ecke dagegen liebevolle Handarbeitsstücke. Romantische Stimmung kommt bei Weihnachtsliedern auf und so lässt sich so mancher Tourist etwas treiben, gelangt in wenigen Schritten zum Obstmarkt. Zahlreiche Geschäfte und süße Souvenierläden sind auf dem Weg dahin mit Lauben überdeckt. Auch ein Abstecher in das Archäologische Museum lohnt sich trotz des nicht so ganz günstigen Eintrittspreis. Denn die Kulturstätte wirkt alles andere als trocken: Grund dafür ist ein weltweit einzigartiges Fundstück aus dem Gletscher: Der "Ötzi" - eine Mumie aus der Kupfersteinzeit, die 1991 aus den Ötztaler Alpen geborgen wurde. In dem Gebäude liegt das Original in einem Kälteraum für jeden Betrachter gut sichtbar. Die Sammlung wird außerdem von weiteren Fundstücken seiner Ausrüstung ergänzt.

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Wieder draußen, laden die Talferwiesen, gepflegte, auf einen Blick auf das Panorama der Dolomiten ein. Wer die Gipfel hautnah erleben möchte, der kann eine der drei Seilbahnen nutzen und aus der Vogelperspektive in das fruchtbare Tal blicken. Wer möchte sich da nicht auf eine kleine Zeitreise begeben? Die Chance bietet schon eine Wanderung zu Schloss Runkelstein entlang des Flusses. Die alte und restaurierte Burganlage beherbergt Europas größten profanen Freskenzyklus des Mittelalters. Dabei handelt es sich um eine bildgewaltige Welt vergangener Epochen.

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Majästetisch thront die zum Schloss umgebaute Burg auf den Wipfeln über dem Eingang zum Sarntal und bildet in seiner Form eine der bedeutendsten Attraktionen ganz Italiens. Übrigens: Im Bozner Talkessel siedelten sich schon vor Jahrtausenden Menschen an. Zwischen dem 12. sowie dem 13. Jahrhundert wurde dann die Stadt erbaut, wobei die mittelalterliche Stadtanlage bis in das 19.

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Jahrhundert nicht verändert wurde. Die Wirkung? - Bozen wandelte sich zum beliebten Fremdenverkehrsort, an dem bis heute deutsche, österreichische wie auch italienische #Kultur miteinander verschmelzen.

Erkennen kann man dies bereits an den Speisekarten diverser Cafés und Restaurants, doch auch ganz eigene Kreationen brachte die berühmte Südtiroler Küche hervor. Für Abwechslung ist in Bozen also auf jeden Fall gesorgt, denn die Stadt trumpft mit einer interessanten Mischung an Sprachen, Baustilen und kulturellen Einflüssen aus Nord und Süd auf. Und inmitten der hügeligen Landschaft bleibt selbst so manch erfahrener Bergsteiger schier sprachlos. - Also, worauf warten sie noch? #Italien #Wandern