Millionen von Menschen haben den höchsten #Feiertag im #Hinduismus am vergangenen Freitag in Indien zelebriert. Es ist Fastenzeit. Keiner isst Fleisch und auch nur ein bestimmtes Mehl bzw. Reis stehen auf der Speisekarte. Alle ziehen ihre feinste Kleidung hervor. Schließlich erfüllt Shiva an diesem Tag jedem einen Wunsch. „Jedes Jahr gibt es eine lange Schlange vor dem Shivatempel, weil jeder mindestens einen Wunsch an den Gott des Friedens hat“, erklärt Reno Sood aus Mumbai. Wegen der unerträglichen Hitze geht sie zu dem gegenüberliegenden ESCON Tempel.

Der ISCON Tempel - ein strahlender Rückzugsort

Leider darf keiner Fotos von der Inneneinrichtung des Tempels machen. Das macht ihn somit umso geheimnisvoller. Vor dem Eingang muss man sich die Schuhe ausziehen. Das zeigt den Respekt vor der Gedenkstätte und der Götter. Und dann die Überwältigung: Der Tempel strahlt vor positiver Energie. Es ist paradiesisch. In der Mitte hängt ein gigantischer und glitzernder Kronleuchter. Die Fassaden sind weiß und zeigen typisch orientalische Muster. Ganz vorne ist der Priester und verteilt einen flüssigen Teig. Auch wird jedem kurz eine Art Hut zur Segnung aufgesetzt. Alle Gläubige setzen oder legen sich vor den Altar auf den Boden und beten. Am Rande des Tempels sind die verschiedensten Geschichten von Göttern des Hinduismus abgebildet, unter anderem auch die von Shiva.

Sayas Ashram- der dunkle Tempel

Sayas Ashram strahlt zwar nicht wie der ESCON Tempel, hat aber um so mehr Platz für Opfergaben. Auch hier gibt es eine Schlange. Genau wie beim ESCON Tempel zieht sich jeder die Schuhe aus. „Im Hinduismus gibt es viele Götter: Der Gott der Liebe, der Gott des Friedens, die Göttin des Geldes...“ erklärt Sood. Auch sie hat ein paar Blütenblätter, zwei Bananen und Milch gekauft. An verschiedenen Steinen des Tempels liegen die Opfergaben. Alle Gläubige verbeugen sich vor den Gottesabbildungen und sprechen ihren Wunsch aus. Ein frommer Wunsch an den Gott des Friedens ist wohl der Frieden selbst. #Indien