Das Mittelalter in indischen Großstädten

Saloni* ist Mutter von zwei kleinen Kindern. Das Jüngste ist sieben Jahre alt und das Älteste zehn. Sie passt während des Tages auf beide auf. Ihr Mann geht zur Arbeit. Es scheint alles perfekt zu sein, doch der Schein trügt. Die kleinen Kinder bleiben manchmal Stunden allein, weil Saloni einen langen Weg zurücklegen muss, um eine Toilette aufzusuchen. Jedes Mal muss sie mehrere Kilometer gehen. Ihre Kinder sind so dem Schicksal ausgesetzt. Gerade in Großstädten wie Mumbai ist die Kriminalitätsrate enorm.

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Die alltägliche Gefahr auf öffentlichen Toiletten

Dies ist kein Einzelfall.

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Nicht in jedem Slum sind Toiletten vorhanden. Nur die Wenigsten haben eine Toilette zu Hause. Manchmal müssen sich Hunderte von Menschen ca. zehn Toiletten teilen. Jeder Toilettengang eine einzige Qual! Jeder, der keine Toilette in der Nähe hat, muss sich genau überlegen, wann und wie oft er auf die Toilette muss. Dringende Geschäfte sind ungünstig. Besonders Frauen haben es schwer. Sie müssen sich im Gebüsch verstecken. Sie sind dabei durch aus sexuellen Belästigungen von Männern ausgesetzt. Darüber reden möchte keiner. Frauen werden als fragwürdig angesehen, wenn sie belästigt werden. Angeblich tragen sie die Schuld, denn sie sind der Auslöser für die Straftat.

Eine Lösung für die "Toilettentortur" in indischen Slums

Aus diesem Grund sorgen NGOs wie Triratna Prerana Mandal dafür Lösungen für dieses Problem zu suchen.Einige indische #Slums haben dieselbe Lösung wie in Afrika. In Afrika sammeln Dorfbewohner ihren Kot und verkaufen diesen als Dünger. In #Mumbai jedoch bekommen die ersten Slumfamilien ihre eigene Toilette. Auch Saloni wartet auf eine Lösung.

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Eine Toilette in ihrem Haus wäre eine Erleichterung für alle. Sie müsste sich keine Sorgen machen, dass ihren Kindern etwas zustößt. Keiner muss sich Stunden vorher überlegen, wann er auf die Toilette muss. Vor allem muss keiner einen Weg von mehreren Kilometern zurücklegen. Das Anfang vom Ende der „Toilettentortur“. #Kriminalität