Die #Dominikanische Republik anders.

Dominikanische Republik - wer denkt da nicht an die Karibik, ihren weißen mit Kokospalmen gespickte Strände und den Sonnenschirmchen-Coktails? Doch dieses Urlaubsparadies hat auch ein anderes Gesicht. Betritt man dieses Land außerhalb der Hotelhochburgen wird einem bewusst, dass in diesem Land viele Einwanderer aus dem Nachbarland #Haiti leben. Haiti das Armenhaus der Welt, ein Land gebeutelt von Diktatoren, Naturkatastrophen und Hunger. Viele Haitianer versuchen ihr Glück in der Dominikanischen Republik zu finden und leben teils in menschenunwürdigen Zuständen, um als billige Arbeitskräfte auf dem Bau oder in der Landwirtschaft zu arbeiten.

Illegale / legale Einwanderer

Da viele haitianische Einwanderer illegal in das Land kommen, sind sie zum Teil rechtlos. Nicht selten werden bei Kontrollen durch die Ausländerbehörde Einwanderer aus dem Nachbarland brutal auf Lastkraftwagen gepfercht, um dann ihren legalen Status des Aufenthaltes im Lande zu kontrollieren. Bei diesen Maßnahmen konzentriert man sich nur auf Ausländer aus Haiti und lässt Residenten aus anderen Ländern unbehelligt. Solche Aktionen finden in der Bevölkerung hohen Zuspruch und wenige ergreifen Partei für ihre Nachbarn. Die Situation zwischen Haitianern und Dominikanern spitzte sich im Jahr 2010 zu, als der Staat nach einer Verfassungsänderung hunderttausenden haitianisch Stämmigen, deren Vorfahren illegal ins Land kamen, die dominikanische Staatsbürgerschaft nachträglich aberkannte.Diese Aktion schlug internationale Wellen, Haiti zog seine Botschaft aus Protest aus der Dominikanischen Republik ab hat und die Vereinten Nationen prüften die Verfassungsänderung nach Verstoß von internationalen Rechtes.

Das hatte vier Jahre später ein neues Gesetz durch den Präsidenten zur Folge, dass die Nachkömmlinge der haitianischen Einwanderer doch die dominikanische Staatsbürgerschaft erlangen können.

Nichts aus der Geschichte gelernt?

Vermehrt hört man Stimmen auf den Straßen und in sozialen Medien, die sich aggressiv gegen die haitianische Bevölkerung wenden. Beschimpfungen und Hetze ist an der Tagesordnung. Bei vielen innerpolitischen Miseren, Korruptionsskandalen und einer hohen Kriminalitätsrate ist es immer gut eine verhasste Minderheit zu haben, um von den eignen Missständen abzulenken. Immer lauter werden die Stimmen nach einem neuen „Trujillo“, dem ehemaligen Diktator der die Dominikanische Republik im letzten Jahrhundert regierte und tausende von Haitianern abschlachten ließ. Dass ein zweiter Trujillo noch einmal Präsident wird ist in der heutigen Zeit gar nicht mal so ausgeschlossen. Steht doch seit kurzem der Enkel Ramfis L. Domínguez Trujillo mit seiner neu gegründeten Partei PED (Partido Esperanza Democrática) als Präsidentschaftskandidat für das Jahr 2020 zur Verfügung. #Rassismus