Der Boom im Kreuzfahrtbereich nimmt immer mehr zu. Das liegt zum einen natürlich an den abwechslungsreichen Routen und zum anderen an den günstigen Preisen. Selbst Karibikreisen, die früher nahezu unerschwinglich waren, sind mittlerweile schon für relativ schmales Geld möglich. So machen sich also viele Touristen auf den Weg in die wunderschöne Karibik. Leider ist das oft mehr Schein als Sein...

Rundreise zu den Inseln der Mittellosen

Wenn neue Kunden sich für eine Karibikreise interessieren, sollte man sie darauf aufmerksam machen, dass nahezu alle Inseln dort mit #Armut und Hunger zu kämpfen haben. Besonders nach tropischen Wirbelstürmen und Starkregen, kämpfen die meisten Inseln oft noch mit dem Wiederaufbau.

Wie fühlen sich die Menschen dort also, wenn in den Häfen täglich mehrere Kreuzfahrtschiffe mit schaulustigen Touristen anlegen? Schwer einzuschätzen, denn eigentlich leben die Inseln vom #Tourismus. Das ist jedenfalls die "Ausrede". Auf die Personen und Bewohner kann und wird natürlich nicht im Einzelnen eingegangen. Aber das kann jeder für sich selber entscheiden. Wie würden wir selber uns fühlen, wenn beispielsweise unser Haus durch eine Naturkatastrophe oder einen Brand zerstört wurde? Und plötzlich fährt ein Reisebus mit schaulustigen Touristen vor? Vor allem sollte man sich vor Augen halten, dass die Karibikinseln wirklich zu den armen Regionen zählen. Und dann kommt das Kreuzfahrtschiff mit den reichen Touristen an. Wäre an sich vielleicht auch nicht immer ein Problem - jedoch spürt man hier oft die Kluft zwischen arm und reich und das ist traurig.

Hilfe anbieten anstatt einfach nur wegzusehen

Kreuzfahrtreisen sind was Tolles und das möchte ich auch gar nicht schlecht reden. Ich möchte nur nicht, dass man vor lauter Urlaubsfeeling die Augen vor der Wahrheit verschlißt. Es ist sogar schon oft vorgekommen, dass Reisende beleidigt waren, weil ihre ursprüngliche Route aufgrund unvorhersehbarer Naturkatastrophen geändert wurde. So etwas darf es doch heute nicht mehr geben. Anstatt enttäuscht über die Routenänderung zu sein, könnte man sich fragen, ob und wie man #helfen könnte. Besonders die betroffenen Regionen in der Karibik freuen sich über Geld- und Sachsprechen, die an zentralen Stellen abgegeben/gesammelt werden. Jeder sollte seinen Urlaub genießen, aber es ist wichtig, dass man es anderen nicht unter die Nase reibt, wenn man über mehr Mittel verfügt. Die Welt ist so schon schlecht genug - versuchen wir doch gemeinsam sie ein bisschen schöner zu machen.