Dieses gesamte Gebaren der Fifa ist mit großer Skepsis zu begegnen. Ohne Zweifel ist es eine Tatsache, das in einem Land wie Katar Probleme bei der Umsetzung der allgemein gültigen Menschenrechte gibt. Doch dieses Land har 2022 die Möglichkeit, sich mit einem großen Sportereignis der Weltöffentlichkeit zu präsentieren. Das ist nun eine öffentliche Wahl. Katar bekommt die WM. Zu verstehen ist es, in gewisser Weise, das man auch hinschauen muss, ob in dem Land, welches in den Blickpunkt der Welt rückt, es mit rechten Dingen zu geht.

Dieses hat ein Weltmann nun angeprangert. Die Fifa hat jedoch viel zu schnell einem Mann wie Beckenbauer die eigene Meinung verboten. Nicht nur das. Eine Sperre von drei Monaten kommen noch hinzu. Das Recht auf die eigene Meinungsfreiheit ist somit (mal wieder) dahin. Unabhängig von den tatsächlichen Gegebenheiten, sollte man gegen dieses anmaßende Urteil eines Weltverbandes protestieren, schon alleine, weil kein Verband die freie Meinungsäußerung, auch wenn sie noch so unbequem sein sollte, verbieten darf. Damit wäre eine Welt der Ungerechtigkeiten Tür und Tor geöffnet.

Zurück zum Sport-Event in Brasilien. Auch hier wird gegen Missbrauch und Ungerechtigkeit protestiert. Auch hier kämpft ein Staat mit Härte gegen die Demostrierenden. Das geschieht direkt live vor unseren Augen. Alle, die das sehen, schweigen oder gehen über die Probleme hinweg. Das ist leider Fakt. Die Tore fallen weiter und weiter, doch ein Weltverband hat ein Eigentor kassiert. Man mag gegen "Kaiser" Franz sagen, was man will. Nur hier hat ein großer Mann mit seinen Worten, einen Orden für die "Menschenrechte" verdient. Lassen wir ihn zum Abschluss meines Kommentares selber zu Wort kommen: "Schau`n mer mal!" Also lehnen wir uns zurück, schwenken die Fahnen und genießen die WM. Der fade, bittere Geschmack bleibt.