Die #NBA-Saison läuft auf Hochtouren, peu a peu setzt bei Spielern und Fans der Liga-Alltag ein. Drohen Tristesse und Langeweile etwa Überhand zu nehmen? Nicht in der besten Basketballliga der Welt! Wie in jedem Jahr wird die Routine vom NBA All Star Weekend durchbrochen. Vom 13.-15. Februar steht das Spektakel noch mehr im Vordergrund als ohnehin schon und die Association bietet seinen Ausnahmeathleten in New York eine Bühne, um ihre herausragenden individuellen Fähigkeiten zur Schau zu stellen. Eben dies ist der Grund, warum jedes Jahr im Frühjahr eine Handvoll Spieler zuhause bleiben müssen, die den 24 All Stars qualitativ zwar mindestens ebenbürtig, aus unterhaltungstechnischer Sicht jedoch unterlegen, weniger populär, oder schlichtweg noch stärkerer Konkurrenz erlegen sind. Die folgenden 4 Spieler gehören dieser Kategorie an:

1. Nikola Vucevic

Der junge Montegriner geht in Orlando beständig seinen Weg, verbessert sich kontinuierlich und darf mittlerweile ohne schlechtes Gewissen zur Bigmen-Elite gezählt werden. Insbesondere offensiv machte der Center im Sommer einen großen Schritt nach vorne und ist mit 19,3 Punkten im Schnitt inzwischen unter den Top 20 der NBA (zuvor 14,2). Sein ohnehin schon herausragendes Rebounding aus der Vergangenheit konnte er konservieren und schnappt sich mit 11,3 Boards die siebtmeisten Abpraller in der gesamten Association. Gemeinsam mit Victor Oladipo bildet er das Fundament in den Planungen des Magic-Front Office, das mit der Entwicklung ihres Talents sehr zufrieden sein dürfte.

Statistisch betrachtet wäre der Magic-Star definitiv ein würdiger All Star, dennoch wird er das Spiel vom Fernseher aus verfolgen müssen. Hauptgrund hierfür ist seine eher unspektakuläre Spielweise. Zwar ist er mit einem Gardemaß von 2,13m und einer ordentlichen Athletik ausgestattet, zu den Highflyern und Dunkmaschinen der Liga sollte man ihn jedoch nicht zählen. Vucevic erzielt seine Punkte größtenteils unter Ringniveau. Er hat seine Shooting Range noch einmal merklich erweitert und trifft den Jumper konstant bis butterweich, was sich auch in der gesteigerten Wurfquote von 53,3% niederschlägt. Mit einer Quote von 77,4% vom Charity Stripe stellt der Europäer zudem die meisten Spieler seiner Zunft klar in den Schatten. Wenn er es nun noch schafft, auch defensiv dominanter aufzutreten, bringt er sich vielleicht schon nächstes Jahr ins Gespräch um eine Nominierung.

2. Kyle Korver

Der Prototyp des eindimensionalen Rollenspielers. Mit seinem exorbitant sicheren 3er distanziert Atlanta's Scharfschütze die Konkurrenz deutlich. Sensationelle 53% seiner Dreipunktwürfe finden ihr Ziel, und das bei fast sechs Versuchen pro Spiel. Zum Vergleich: Der Zweitplazierte Courtney Lee trifft 46% bei nur drei Versuchen. Das Sahnehäubchen sind traumwandlerische 91,6% von der Freiwurflinie. Doch macht ihn das heiße Händchen alleine zum All Star? Definitiv nicht! Sein Wert für die Atlanta Hawks jedoch schon. Dank seines überragenden Baskteball-IQ gelingt es ihm problemlos, überall auf dem Feld trotz enger Bewachung vielversprechende Spots zu finden, sodass schon seine bloße Präsenz die Aufmerksamkeit der Defense auf sich zieht bzw. bei Nichtbeachtung sofort tödlich abdrücken kann. Sein Spacing und die von ihm ausgehende Gefahr von Downtown garantieren genug Raum für den atemberaubenden Teambasketball, den die Hawks mit Sophomore Dennis Schröder in diesem Jahr unter Mike Budenholzer zelebrieren. All Star zu werden wird für Korver mit ca. 13 Punkten, 3 Rebounds und 4 Assists pro Spiel nichtsdestotrotz schwierig. Wobei; nach einer gefühlten Ewigkeit dunkte der Kylester zuletzt sogar in zwei Spielen infolge. Schafft er es, einen ähnlichen Dunkstreak zu fabrizieren, wie es ihm in der letzten Saison mit 3ern gelang (127 Spiele in Folge mit mindestens einem 3er), wäre er definitiv heiße Ware!

3. Damian Lillard

Der Spielmacher der Blazers ist das Opfer der brutalen Tiefe auf den Guard Positionen im Westen. Mit Stephen Curry, Chris Paul und Russell Westbrook hat D-Lill drei phänomenale Point Guards vor der Nase, die ihm mindestens ebenbürtig sind. Leider, muss man fast sagen. Denn mit 21,6 Punkten, 6.3 Rebounds und 1,4 Steals per Game spielt Lillard in diesem Jahr erneut auf All-Star-Niveau. Dabei verbringt der 24-jährige erst seine dritte Spielzeit in der NBA. Neben seinen Stats sind vor allem seine Late-Game-Performances außergewöhnlich und ligaweit gefürchtet. Die "Null" der Portland Trail Blazers scheint Nerven aus Titan zu haben, und zeigte in vielen Spielen dieser Saison ein ums andere Mal seinen Killer-Instinkt als Clutch-Shooter. In der NBA macht derzeit kein Spieler mehr Punkte im 4. Viertel und wenn es darum geht, wichtige Würfe zu versenken, ist der Point Guard überragend oft zur Stelle. So haben seine "Gamewinner Compilations" auf den Videoplattformen im Netz mittlerweile eine stattliche Größe erreicht. Im Rennen um einen Platz im All Star Roster der Western Conference hatte er dennoch das Nachsehen, was der enorm starken Konkurrenz geschuldet ist.

Somit bleibt ihm nichts anderes übrig, als Teamkollege und All Star LaMarcus Aldridge die Daumen zu drücken. Vielleicht tröstet es ihn ja, dass er im vergangenen Jahr bereits für das All Star Game nominiert wurde.

4. DeAndre Jordan

Der Center der Clippers repräsentiert gewissermaßen den Gegenpart zu Nikola Vucevic. DeAndre3000 ist unersetzlicher Bestandteil der Lob City Combo in L.A. und stopft ligaweit die meisten Dunks durch die Reuse, nicht selten spektakulär und/ oder demütigend für den Gegenspieler. Die wandelnde Highlight Factory ist ein Athletikwunder, mit flinken Beinen, beweglicher Hüfte und herrlich langen Armen bei einer Größe von 2,11m. Diese Physis allein hätte es schon fast verdient, im All Star Game vertreten zu sein; fast! Als Scorer tritt DJ komplett eindimensional auf und ist in der Offense außer für Picks, Dunks und Pubacks kaum zu gebrauchen. Bei der Urgewalt, mit der er die Spaldings teilweise durch die Körbe befördert, verwundert es nicht, dass ihm umgekehrt die Feinmotorik für das Spiel außerhalb der Zone komplett abgeht. Bis jetzt ist es dem engagierten Center nicht gelungen, sich einen soliden Freiwurf, geschweige denn einen brauchbaren Jump Shot in sein Skill Set zu integrieren. Und so dümpelt der Big Men Jahr für Jahr an den untersten Enden der Freiwurfstatistiken umher, auch in diesem Jahr ist er mit katastrophalen 39% ein "Titelaspirant".

Blickt man jedoch auf die Defense der Clippers, wird klar, warum auch er zum erweiterten Kreis der All Stars gehören muss. Jordan ist mit einem Wort NASTY! Abgesehen von seinem Spitzenwert von 13,4 Rebounds pro Spiel macht er all die Dinge hervorragend, die man von den berühmtberüchtigten "Rim Protectors" und "Defensive Ankers" erwartet. Er steht im Post seinen Mann, blockt und beeinflusst Würfe meisterhaft, stealt gelegentlich (1 Steal pro Spiel) und verteidigt das Pick & Roll dank seiner Schnelligkeit gut bis sehr gut. Einzig in der Antizipation und Entscheidungsfindung hapert es manchmal, sodass er aus seinem Repertoire an defensiven Möglichkeiten ab und an die falsche Abzweigung wählt. Dennoch läuft ihm in Sachen Defensive Impact einzig und allein Superstar Anthony Davis den Rang ab. Und seien wir mal ehrlich, mit seinen Alley Oops und Chasedown Blocks würde DeAndre Jordan ganz hervorragend ins All Star Game passen! #Smartphone