"Die Spieler bei Real Madrid meinen, dass Khedira schon bei Bayern München unterschrieben hat und im Sommer wechseln wird." Mit diesem Statement entfachte Balagué die erkaltete Diskussion um den Weltmeister neu. Da der Spanier, seines Zeichens Sky-#Sport-Korrespondent sowie Biograf und Vertrauter von Pep Guardiola, einen exzellenten (und investigativen) Ruf genießt, sollte seine Aussage durchaus ernst genommen werden.

Auch aus logischer Sicht wäre der Transfer nachvollziehbar. Die Bayern würden ihr ohnehin schon bestens bestücktes Mittelfeld mit der Verpflichtung Khediras noch einmal aufwerten, sowohl in der Breite als auch in der Spitze. Denn insbesondere defensiv und läuferisch bringt Khedira eine Klasse mit, die auf seiner Position bestenfalls Javi Martinez erreicht, der jedoch immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen hat (aktuell: Reha nach Kreuzbandriss). Schweinsteiger, Alonso und Co. können ihm in dieser Hinsicht nicht das Wasser reichen, weshalb er selbst den Kader des deutschen Rekordmeisters noch bereichern würde. Unter Beachtung der Tatsache, dass Khedira im Sommer ablösefrei zu haben ist, dürften sich die Bayern-Verantwortlichen bereits die Hände reiben.

Für den ehemaligen Stuttgarter wiederum würde ein Wechsel an die Isar die Rückkehr nach Deutschland, die Wiedervereinigung mit den Weltmeister-Kollegen sowie die Chance auf zahlreiche weitere Erfolge bedeuten nach 7 Titeln in fünf Jahren in der spanischen Hauptstadt.

Trotz allem darf bezweifelt werden, ob ein Wechsel zustande kommt. Bayerntrainer Pep Guardiola setzt in der Regel eher auf den Techniker als auf den Arbeiter, was Khedira bei Bayern unter Umständen einen ähnlich schweren Stand bereiten würde wie in Madrid. Zudem gibt es zahlreiche Interessenten aus der Premier League, zu der der 27-jährige mit seinem kraftvollen Spiel sehr gut passen würde.

Da sich die Beteiligten bisher ausschweigen, werden die Spekulationen um den zentralen Mittelfeldspieler vorerst nicht abbrechen. Ein Vorvertrag beim FCB ist bereits unterschrieben, munkelten diverse Medienhäuser bereits vor Wochen. Einzig eine Vertragsverlängerung bei den Königlichen scheint unwahrscheinlich. Man darf also gespannt sein, wohin die Reise geht.
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