Klopps Wunsch nach Vertragsauflösung bestätigt

Vor einigen Jahren hat Jürgen Klopp bereits angekündigt, sein Amt abgeben zu wollen, sobald er sich selbst nicht mehr für das Trainieren der Dortmunder Mannschaft geeignet hält. Dieser Ansage wird er letztendlich am Mittwoch, den 15. April 2015, gerecht, indem er seinen Posten ab dem kommenden Sommer, auf eigenen Wunsch hin, für einen neuen Coach zur Verfügung stellt. Was die "Bild" bereits am frühen Vormittag berichtete, bestätigt sich auf der Pressekonferenz mit Sportdirektor Michael Zorc, Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und dem scheidenden Trainer Jürgen Klopp.

Klopp: "Es gibt kein Fremdverschulden"

Der Schwabe betont vor den Vertretern der Presse, dass weder die unbefriedigende sportliche Leistung noch ein Zerwürfnis der Grund sei, weshalb er sich entschieden habe, um eine vorzeitige Auflösung seines Vertrags zu bitten. Mit dieser Aussage widerspricht er der Annahme vieler Fans, dass ihn die Einstellung sowie das Verhalten der Spieler zu diesem Schritt zwingen. Ebenso wenig stimmt die Behauptung mit der Wahrheit überein, dass er sich abgekämpft fühle und sich deshalb ein Jahr Pause nehmen wolle. Stattdessen erklärt Klopp, der auf der Pressekonferenz im Gegensatz zum sichtlich betroffenen Watzke einen gelassenen Eindruck macht, seinen Entschluss damit, dass der Zeitpunkt des Abschieds vom Verein gekommen sei, weil er die Frage, ob er noch der richtige Trainer für Borussia Dortmund sei, nicht mehr mit einem eindeutigen Ja beantworten könne und dem Ausnutzen des Potenzials des BVB im Weg stünde. Demzufolge sei eine Veränderung von Nöten, welche durch den Trainerwechsel auf einem direkten Wege erreicht werden könne, so Klopp. Sein Verbleib in Dortmund hätte hingegen noch größere Neuerungen nach sich ziehen müssen.

Als geplant kann man das relativ plötzliche Verkünden der Trennung nicht bezeichnen, vielmehr hat die, bis dato, noch unbestätigte Meldung der "Bild" die öffentliche Bekanntgabe erforderlich gemacht, wobei zu dem Zeitpunkt noch nicht einmal die Spieler offiziell informiert gewesen sind.

Saison ist für Klopp noch nicht abgehakt

Der Mann, der die Schwarz-Gelben wieder in die oberen Gefilde der Bundesliga führte, möchte seine Aufgabe bis ganz zum Schluss erfüllen, dementsprechend kreisen seine Gedanken, wie auf der Pressekonferenz angesprochen, bereits um das nächste Spiel gegen den SC Paderborn 07. Mit besagter Aufgabe hängt der Traum zusammen, den Klopp zusammen mit der Borussia abschließend noch wahr werden lassen möchte und der in einem möglichst idealen Tabellenplatz und einer letzten Runde im BVB-Truck rund um den Borsigplatz besteht, auf dem traditionell mit Fans Erfolge zelebriert werden. Damit spielt er auf einen möglichen Gewinn des DFB-Pokals, wie zuletzt 2012, an. Dem auf die laufende Saison gerichteten Fokus entspricht die Aussage Klopps, dass andere Vereine als Arbeitgeber derzeit nicht im Gespräch seien.

Tuchel als Nachfolger?

Fragen zu einem möglichen Nachfolger werden zunächst nicht beantwortet, was auf dem Respekt vor Jürgen Klopp als Trainer gründet, doch als heißer Kandidat wird Thomas Tuchel gehandelt, der einst wie der Dortmunder Erfolgscoach beim 1. FSV Mainz 05 beschäftigt war. Die Wahrscheinlichkeit wächst aufgrund der Gegebenheit, dass sich der Hamburger SV nach Aussage des Vorstandsvorsitzenden Dietmar Beiersdorfer mit Tuchel nicht einig geworden ist und stattdessen Bruno Labbadia als Trainer verpflichtet. #Fußball #Sport