Wie oft fuhr #Fußball-Nationalspieler #Marco Reus schon ohne #Führerschein? Man kann es kaum zählen und sollte meinen, der Junge wird endlich schlau.

Doch weit gefehlt, kaum bekommt er ein motorisiertes Gefährt in die Finger, geht es wieder los. Der Strafbefehl für Fußballer Marco Reus ist vor allem für den BVB-Sponsor Opel peinlich. Imagefördernd ist dessen Verhalten sicher nicht. Schon im September 2011 kassierte Marco Reus fünf Bußgeldbescheide wegen überhöhter Geschwindigkeit, besaß allerdings keinen Führerschein. Nicht nur, dass er jahrelang ohne Führerschein unterwegs war, bei einer Kontrolle zeigte Reus auch noch falsche Papiere vor. Erst bei einer Polizeikontrolle März 2014 in der Dortmunder Innenstadt wurde sein gefälschter niederländischer Führerschein entdeckt.

Fahren ohne Führerschein - und das in mehreren Fällen

Was folgte, war eine Verurteilung wegen Fahren ohne Führerschein und ein sattes Bußgeld in Höhe von 540.000 €. Ein stolzes Sümmchen, für das eine durchschnittliche Stadt an „Otto Normalverbraucher“ stapelweise Bußgeldbescheide ausstellen müsste. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft in der Führerschein-Affäre laufen immer noch. Jetzt ist Reus die Justiz wieder auf den Fersen. Erst am 19. Dezember 2014 wurde ein neues Ermittlungsverfahren eingeleitet. Oberstaatsanwältin Barbara Vogelsang, Sprecherin der Dortmunder Staatsanwaltschaft, erklärte jedoch, dass sie zu laufenden Ermittlungen keine Angaben machen könne. Nur eines ist sicher: Grundlage der neuerlichen Ermittlungen seien Eingaben aus der Bevölkerung. Zu dumm, wenn man prominent ist und immer wieder das Risiko eingeht, beim Fahren ohne Führerschein erkannt zu werden.

Reus sollte sich einfach mal an die Regeln halten

Warum jemand, der für 25 Millionen Euro den Verein wechseln könnte, immer wieder die gleichen Fehler macht, ist kaum verständlich. Mittlerweile kann man das auch nicht mehr als Jugendsünde abtun. Was leitet ihn also? Trotz, eine „Jetzt-erst-recht-Mentalität oder die Überzeugung, dass er als Fußballstar sowieso ungeschoren davonkommen würde?

Nicht nur für Opel ist das peinlich, auch der immaterielle Schaden könnte größer sein, als Reus es sich vermutlich vorstellen kann. Es könnte sein, dass er als vorbestraft gilt, wenn das aktuelle Verfahren mit den vorangegangenen addiert wird. Doch noch ist unklar, ob das möglich ist. Tauchen Beweise für sein erneutes Fahren ohne Führerschein auf, kommt es zu einer weiteren Anklage inklusive Geldstrafe. Letztendlich könnte der Dortmunder Profifußballer komplett für den Führerscheinerwerb gesperrt werden.

Marco Reus: Gespielte Reue oder echtes Bedauern?

Gegenüber der "Bild" zeigte sich Reus 2014 noch reumütig. „Ich habe meine Lehren daraus gezogen. So etwas passiert mir nie wieder“, waren damals seine Worte. Reus Reue währte allerdings nicht lange. Wie heißt es so schön: „Nie soll man nie sagen!“ Warum er zwar die Fahrstunden absolvierte, aber nie eine Prüfung gemacht hatte, versteht niemand so recht. Waren Zeitgründe ausschlaggebend, hätte er die Prüfung in den letzten drei Jahren allemal nachholen können.

Dass er 2015 schon wieder wegen des gleichen Vergehens belangt wird, erzeugt bei Fans nur noch Kopfschütteln. Einer der besten Fußballspieler Deutschlands, den jeder größere Verein mit Kusshand nehmen würde, sollte sich keine solchen Ausfälle leisten. „Aus Schaden wird man klug“, dieser Spruch gilt für Reus offensichtlich nicht. Doch wer immer so weiter macht, der hat nichts anderes als eine hohe Strafe verdient. Warum sollte es ihm besser gehen als uns „Normalos“!

Bild: Tim Reckmann - CC BY-SA 3.0 / Wikimedia Commons