Mit dem großen Preis von China geht die Formel-1 WM in die dritte Runde. Alle Ferrari-Fans richten ihre Augen und Ohren im Vorfeld auf Sebastian Vettel, der nach dem erfolgreichen Rennen in Malaysia hohe Erwartungen geweckt hat. " Incredibile, Grazie, Bellissima!"jubelten die italienischen Fans nach seinem Sieg. Natürlich will Vettel seine Anhänger auch nach dem Rennen in Shanghai wieder jubeln sehen. Aber er gibt sich - zumindest äußerlich - eher gelassen und versucht, die Euphorie etwas zu dämpfen. Zitat: "Wir dürfen nicht übermütig werden. Die Arbeit ist noch nicht getan. Für uns geht es jetzt erst einmal darum, dass wir uns als erster Mercedes-Verfolger im Feld etablieren." Das könnte Bestandteil seiner Taktik sein, die am Ende dann vielleicht zum Ärger von Mercedes aufgehen wird.

Das Mercedes-Team ist gewarnt

Sebastian Vettels Bescheidenheit nach dem Sieg in Malaysia sorgt im Mercedes-Fahrerlager für Argwohn. Lewis Hamilton und Teamkollege Nico Rosberg wollen in Shanghai mit ihren Silberpfeilen in jedem Fall die alte Formel-1-Hierarchie wieder herstellen. Nach dem zweiten Platz in Malaysia will Hamilton in China am Sonntag wieder Gold herausfahren. Der Brite führt nach zwei Rennen in der Gesamtwertung mit drei Punkten vor Ferrari-Pilot Vettel. Die Reihenfolge: Titelverteidiger Lewis Hamilton (43 Punkte/Zähler), Vettel (40 Punkte/Zähler) und Rosberg (30 Punkte/Zähler). Zur Mercedes-Erfolgsstrategie gehört offensichtlich auch die zur Schau getragene Demonstration ungeheuren Selbstbewusstseins. Nico Rosberg: "Ich erwarte uns hier als das stärkste Team, weil wir ein stärkeres Auto haben werden."

Die Rennstrecke ist sehr anspruchsvoll

Die Strecke besteht aus zwei langen Geraden und anschließenden engen Kurven. Sie ist 5,451 km lang, und es müssen 56 Runden gefahren werden. Die komplette Renndistanz des Formel-1 Grand Prix beträgt somit 305 km. Die Rennstrecke ist dem Chinesischen Schriftzeichen für "hoch" - "Shang" (das gleiche Schriftzeichen wie im Namen der Stadt Shanghai) nachgebildet. Den bis heute gültigen Rundenrekord hält Michael Schumacher (1:32.238), Grand Prix 2004.

Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene hält es mit seinem Fahrer Sebastian Vettel, was die Begeisterung nach dem Sieg in Malaysia angeht: "Wir dürfen uns nicht der Illusion hingeben, dass wir es jetzt schon geschafft haben, dass wir wirklich schon auf dem Niveau von Mercedes sind", sagt er selbstkritisch. Vielleicht hängt ja nach dem sicherlich schwierigen und zugleich spannenden Rennen in Shanghai eine weitere Ferrari-Flagge am Fabriktor in Maranello. Ich würde mich freuen!

jh

Bildquelle: "Sebastian Vettel 2015 Malaysia podium 2" von Morio - Eigenes Werk. Lizenziert unter CC-BY-SA 4.0 über Wikimedia Commons.
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