Nach einer eher schwachen ersten Spielhälfte lag das deutsche Nationalteam gegen die Schweiz mit 0:1 zurück. In der zweiten Hälfte beherrschten aber die deutschen Kickerinnen ganz klar die Szene. Durch Tore von Simone Laudehr und Dzsenifer Marozsan (2) gewann das deutsche Team sicher mit 3:1.

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Vorschau

Die männlichen Bundesligakicker verabschieden sich, ausgenommen natürlich die Cupfinalisten und Relegationsteilnehmer, in den Urlaub. Für die deutschen und Schweizer Fußballerinnen beginnt aber erst der richtige Stress. Am 6. Juni 2015 wird in Kanada die #Fußball WM der Frauen angepfiffen. Die Vorbereitungen biegen in die Zielgerade ein. Am 27. Mai treffen zwei Endrundenteilnehmer aufeinander – die Schweiz fordert in Baden-Dättwil die Kickerinnen aus Deutschland im letzten Test vor der WM Endrunde. Das ZDF und SRF 2 sind ab 16:45 Uhr live dabei!

Kunstrasen - muss das sein?

Auf heftige Kritik beim Großteil der Weltklassespielerinnen trifft ein doch ziemlich fragwürdiges Diktat bei der Weltmeisterschaftsendrunde. Alle Spiele werden auf Kunstrasen ausgetragen, dabei schien es, dass dieses Kapitel im internationalen Fußball zu den Akten gelegt wird. Alle Proteste fruchteten aber nicht und deswegen findet auch das Testspiel Schweiz gegen Deutschland auf Kunstrasen statt. Eine der besten Spielerinnen der Welt, US-Star Abby Wambach, hat den Protest von etwa fünfzig Spielerinnen aus zwölf Ländern angeführt. Für die deutsche Torhüterin Nadine Angerer wird auf einem, wörtlich „gesundheitsgefährdenden, zweitklassigen“ Untergrund gespielt. Die Spielerinnen haben aber dann „im Sinne des Sports“ ihren Protest im Jänner 2015 zurückgezogen.

Deutschland gehört – wie immer – zu den heißesten Favoriten auf den Titel

Achtzehn Europameisterinnen von 2013 stehen im Kader der deutschen Frauenfußballnationalmannschaft für die WM Endrunde ab 6. Juni. Für Trainerin Silvia Neid war es nicht einfach, den endgültigen Kader zu bestimmen. Dieser setzt sich zusammen aus:

Tor: Nadine Angerer, Laura Benkarth, Almuth Schult
Abwehr: Saskia Bartusiak , Bianca Schmidt, Tabea Kemme, Jennifer Cramer, Annike Krahn, Josephine Henning, Leonie Maier, Babett Peter
Mittelfeld: Melanie Leupolz, Melanie Behringer, Lena Lotzen, Sara Däbritz, Lena Goeßling, Simone Laudehr, Dzsenifer Marozsan
Angriff: Pauline Bremer, Anja Mittag, Lena Petermann, Alexandra Popp, Celia Sasic

Bei der WM Endrunde trifft in der Gruppenphase Deutschland am 7. Juni auf die Elfenbeinküste, am 11. Juni auf Norwegen und am 15. Juni auf Thailand. Es wird recht einfach sein das Achtelfinale zu erreichen. Die beiden Gruppenersten und die vier besten Gruppendritten steigen in das Achtelfinale auf.

Schweizerinnen erstmals für eine Endrunde qualifiziert

Trainiert wird die Schweizer Nationalmannschaft von einer Deutschen – Martina Voss-Tecklenburg. Elf Spielerinnen des Kaders der Schweizerinnen sind in der deutschen Bundesliga aktiv. Die Qualifikation verlief eigentlich problemlos, die Schweiz kann sich durchaus Hoffnungen machen, in das Achtelfinale vorzustoßen. Zunächst gibt es allerdings einen übermächtigen Gegner in der Vorrunde – Titelverteidiger Japan – gespielt wird am 8. Juni. Ecuador am 12. Juni und Kamerun am 16. Juni sind aber in Reichweite des Schweizer Teams.

Foto: Anders Hendrikson, flickr.com