Blatter meidet vorerst die Öffentlichkeit

Die Ereignisse im #Fifa-Skandal überschlagen sich. Die Fifa hat mittlerweile elf Funktionäre suspendiert. Fifa-Präsident Sepp Blatter selbst darf die Schweiz laut "Daily Mail" nicht mehr verlassen. Möglicherweise soll er in Kürze schon behördlich als Zeuge vernommen werden. Der Fifa-Boss meidet mittlerweile auch die Öffentlichkeit. Blatter sollte am Donnerstagmorgen im Züricher Swissotel die Eröffnungsrede zum zweiten Teil der Fifa-Medizinkonferenz halten. Er sagte diesen Termin jedoch ab. Eigentlich will er sich am Freitag wiederwählen lassen. Der Schweizer ist seit 1998 Fifa-Präsident. Nach der Wahl Blatters warf der damalige DFB-Präsident Egidius Braun ihm vor, die nötigen Stimmen für seine Mehrheit gekauft zu haben.

Russland kritisiert USA scharf

Gelder sollen in nicht unerheblichem Maße über US-Konten geflossen sein, daher ermittelt die US-Justiz. Am Mittwochabend hatte Russland die USA aufgefordert, den "illegalen, exterritorialen Gebrauch der US-Rechtsprechung" zu unterlassen. Washington solle "die Versuche stoppen, seine Gesetze weit außerhalb der eigenen Grenzen anzuwenden", teilte das russische Außenministerium mit. Nach einem Amtshilfegesuch der US-Justizbehörde hatte die Schweizer Kantonspolizei in Zürich am Mittwochmorgen sieben Fifa-Spitzenfunktionäre festgenommen, darunter Banker und Blatter-Kronprinz Jeffrey Webb.  Ihnen wird Geldwäsche, die Annahme von Bestechungsgeldern sowie Korruption bei WM-Vergaben und TV-Rechten vorgeworfen werden. Ein Fifa-Offizieller, so die US-Justizministerin Loretta E. Lynch auf einer Pressekonferenz in New York, habe 10 Millionen US-Dollar (ca. 9,1 Mio. Euro) an Bestechungsgeldern eingesackt.

Top-Sponsoren üben Druck aus

Möglicherweise verliert die Fifa ihren Rückhalt bei den Sponsoren. Das Kreditkartenunternehmen Visa mahnt "rasche und sofortige Maßnahmen" an, um die Probleme innerhalb der Fifa zu beheben. "Sollte die Fifa dies nicht tun, haben wir sie informiert, dass wir unser Sponsoring neu bewerten würden", teilt das Unternehmen in einer Stellungnahme mit. Auch der südkoreanische Automobilhersteller Hyundai zeigt sich besorgt: "Als Unternehmen, für das ethische Normen und Transparenz den höchsten Stellenwert besitzen, sind wir extrem besorgt über die eingeleiteten rechtlichen Schritte gegen bestimmte Fifa-Führungskräfte."

Joseph Blatter soll inzwischen eine Sondersitzung in Zürich einberaumt haben.  Der Fifa-Krimi geht weiter....

jh


Bildquelle:  „Blatter“ von International Students’ Committee - International Students’ Committee. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons


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