Man kann ja von Sky und seiner Preispolitik halten was man will, und auch die Kritik an den scheidenden Sky-Boss, Brian Sullivan, zu den letzten Zahlen, gerät in den Hintergrund. Denn die Zahlen, die die GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) vom 23. Mai 2015, dem letzten Spieltag der Bundesliga, lieferte, zwingt uns auf die Knie: Die Bundesliga Konferenzschaltung erreichte bei Sky zum ersten mal über 20 Prozent. 21,7 Prozent schauten sich die Konferenz bei Sky an. Ein unglaublicher Wert, den Sky bis heute nie in dieser Höhe erreichte. Um sich das mal vorzustellen: Diesen Marktanteil hatte in etwa das DSDS-Finale zur Primetime. Das ZDF schafft solche Marktanteile nicht mal mit einer Helene Fischer Show an Weihnachten, da liegt dieser "nur" bei etwa 14 Prozent in der relevanten Zielgruppe.

Zahlen der Sky-Sportbars sind gar nicht mit einbezogen

Ein Pay-TV Sender, den man nur gegen Geld empfangen kann, fährt mal eben solche Zahlen am Nachmittag ein. Das ist in der Tat eine Nachricht wert. Und hier sind noch nicht einmal die Sportbars eingerechnet. Also jene Kneipen und Clubs, die die Sky Bundesliga mit einem Gastro-Abo zeigen dürfen. Da dürften die Zahlen weit höher sein. Es scheint also, als ob jeder Fußball-Freak in diesem Land, der irgendwie jemanden mit einem Sky-Abo kennt, bei diesem, am vergangenen Wochenende mitschaute. Bayern München stand zwar schon lange als Sieger fest, aber die Sky-Kunden und deren zahlreichen Freunde, wollten sich den letzten Spieltag nicht entgehen lassen.

Viermal mehr Zuschauer als ein Sky Blockbuster

Schauen wir uns die Zahlen nun einmal genauer an: Insgesamt lief es für Sky richtig toll. Die Bundesliga-Konferenz verzeichnete insgesamt einen Marktanteil von 14,5 Prozent, nicht irritieren lassen, die oben genannte Zahl war die relevante Zielgruppe, also die 14 bis 49 Jährigen Zuschauer. Die Zielgruppe ist für Privatsender, also auch Sky, wichtig bei Werbepreisen. Der eben genannte Wert von 14,5 Prozent benennt alle Zuschauer. Und das ist auch ein grandioser Wert. Zum Vergleich auch hier: Das sind Zahlen, wie sie ProSieben mit "Schlag den Raab" am Samstagabend beim gesamten Marktanteil einfährt. Schauen wir uns nun kurz noch die gesamte Saison an: Im Durchschnitt verfolgten bei Sky 1,28 Millionen Zuschauer die Bundesliga. Das sind tolle Werte. Mal ein Vergleich: Der erfolgreichste Film in den letzten Monaten bei Sky war "Fack ju Göthe", der rund 300.000 Zuschauer insgesamt bei der Erstausstrahlung zur Primetime hatte, ein Witz zur Bundesliga.

Sky setzte richtig mit Marcel Reif und Kaiser Franz

Der Erfolg für Sky ist in dreifacher Hinsicht wichtig. Es verteidigt einmal mehr ein gutes Produkt, was bei der Rechtevergabe ein nicht unwesentliches Merkmal ist. Und: Sky steht vor allem, nach wie vor, für Bundesliga. Die Werbepreise dürften damit in Zukunft sicherlich höher ausfallen. Und auch bei aller Kritik, scheinen die Moderatoren, Kommentatoren wie Marcel Reif und Franz Beckenbauer, nach wie vor, die richtige Wahl von Sky zu sein. Auch wenn gerade ein Marcel Reif sehr polarisiert. Angesichts solcher Zahlen müssen auch Journalisten ihre ein oder andere Kritik zurückhalten. Denn Sky hat an diesem Wochenende bewiesen: Sie machen das beste Bundesligaprodukt und haben dafür in ihrer gesamten Sendergeschichte, die höchste Quote bei der Bundesliga eingefahren. Trotz schönem Wetter, Sportschau am Abend und Pfingstferien. Das soll erstmal einer nachmachen.

Glückwunsch, Sky! #Sport #Fernsehen