24 Millionen Euro plus Prämien für 18 Monate Trainerarbeit

Das Angebot war verlockend, aber das Geld für ihn nicht alles ist, hat Ottmar Hitzfeld jetzt bewiesen. Der chinesische Serienmeister Guangzhou Evergrande bot ihm für 18 Monate 24 Millionen Euro netto, Prämien exklusive. Aber Ottmar Hitzfeld lehnte das großzügige Angebot ab. Der Erfolgstrainer hätte damit nach eigenen Aussagen in eineinhalb Jahren mehr verdient als in sieben Jahren bei Bayern München. "In meinem Leben zählen heute mit 66 Jahren andere Sachen als Geld – nämlich Gesundheit und die Familie", sagte Hitzfeld der Schweizer Zeitung "Blick". Er genieße das Familienleben, das in seinen Jahren als Bundesligatrainer kaum stattgefunden habe.

 

Deal sollte über ehemaligen BVB-Spieler eingefädelt werden

Der Kontakt zu den Chinesen war über Hitzfelds ehemaligen Dortmunder Spieler und heutigen Spielerberater Julio Cesar entstanden. Im Mai 2015 war eine Delegation des Klubs, der zu gleichen Teilen der Evergrande Real Estate Group und dem E-Commerce-Giganten Alibaba gehört, aus China zu einem ersten Treffen nach Zürich geflogen. Anschließend sollen sich die Delegationsmitglieder mit Hitzfeld, der bis 2014 noch die Schweizer Nationalmannschaft trainiert hatte, auch noch in seinem Urlaubsdomizil auf Mallorca getroffen haben.

 

 

Hitzfeld ist der zweiterfolgreichste Trainer in der Bundesliga 

 

Ottmar Hitzfeld hat auch Fußballgeschichte geschrieben. Im Jahr 1997 gewann er als Trainer mit Borussia Dortmund die UEFA Champions League, im Jahr 2001 siegte er bei dem gleichen Wettbewerb mit dem FC Bayern München. Damit ist er der einzige Trainer, dem dies mit zwei Vereinen aus dem selben Land gelang. Offiziell ist Hitzfeld hinter Pep Guardiola der zweiterfolgreichste Trainer in der Bundesliga nach durchschnittlichen Punkten pro Spiel. Von Sommer 2008 bis zum Achtelfinal-Aus gegen Argentinien bei der WM 2014 in Brasilien war er Trainer der Schweizer Nationalmannscchaft.

Ottmar Hitzfeld verabschiedete sich bei der WM 2014 in Brasilien von der Fußballbühne. Er genießt nun sein Leben als Familienmensch. In Kürze heiratet sein Sohn Matthias, und im September wird er nach eigenen Aussagen zum ersten Mal Opa. Er sagte als Trainer einmal folgenden Satz "Es ist das letzte Bild, das bleibt."

Ich denke, mit der Entscheidung für seine Familie und gegen das große Geld bleibt auf jeden Fall ein gutes, oder nicht?

Foto: „Otmar hitzfeld in bulgaria“ von Biso - Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY 3.0 über Wikimedia Commons

jh

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