Glück im Unglück: die von Professional Wrestler Tyson Kidd im Juni erlittene Verletzung ist wohl schlimmer als angenommen. Nachdem dem Sportler bei einer Operation eine Schiene mit vier Schrauben im Nacken eingesetzt und die Wunde mit 16 Klammern verschlossen wurde, teilten ihm seine Doktoren mit, dass er froh sein kann, noch am Leben zu sein. Zu seinem Glück erlitt er einen Bruch, der sehr hoch im Nacken war und so von seinen ausgeprägten Nackenmuskeln gehalten wurde. Bei Menschen, die nicht so gut trainiert sind wie Tyson Kidd, wäre so eine Verletzung sehr viel schlimmer ausgegangen. Nur fünf Prozent der Menschen würden diesen Bruch, der mit der Verletzung von Christopher Reeve († 2004) verglichen wird, überleben, die meisten davon mit einer Querschnittslähmung.

 

Die durchgeführte Operation war eine Spondylodese oder Wirbelkörperverblockung, bei der ein oder mehrere Wirbel versteift werden, um eine volle Belastbarkeit der betroffenen Regionen wiederherzustellen. Dieser Art von Operation mussten auch schon Wrestler wie Steve Austin, Edge oder Lita über sich ergehen lassen. Durch diesen Eingriff können sich die verletzten Sportler wieder ganz normal dem Wrestling widmen und ihre Karriere um ein paar Jahre verlängern.

Tyson Kidd nach Operation auf dem Weg der Besserung

Die Verletzung hatte sich Anfang Juni bei einem sogenannten Dark Match, einem Match, welches vor der Aufzeichnung der eigentlichen Sendung stattfindet, zugetragen. Kidd bestritt einen Kampf gegen den Ring of Honor-Star und NXT-Neuzugang Samoa Joe und soll bei Joe's Finisher falsch auf den Rücken und Nacken aufgeprallt sein.

Tyson Kidd wird mindestens vierzehn Monate nicht mehr im Ring stehen können. Die Verletzung hätte sich nicht zu einem schlechteren Zeitpunkt ereignen können: Kidd und sein Tag Team-Partner Cesaro waren äußerst beliebt beim WWE-Publikum und darüber hinaus noch sehr erfolgreich. So hielten sie 63 Tage den WWE Tag Team-Titel und hatten eine hitzige Fehde mit dem Tag Team The New Day.

Bild: wwe.com #Sport