Das Star-Ensemble von Trainer Laurent Blanc ist nach den Niederlagen gegen Barcelona (2013 und 2015) und Chelsea (2014) erneut im Viertelfinale der UEFA-#Champions League ausgeschieden. 1:0 verloren die Pariser gestern gegen Manchester City, nachdem PSG im Hinspiel nur zu einem 2-2 Unentschieden gekommen war.

2013 war PSG zum ersten Mal im Viertelfinale der Champions League und nur knapp am FC Barcelona gescheitert, das nur dank eines überragenden Lionel Messi die Pariser bezwang (2-2 und 1-1). Gestern Abend war für die Franzosen jedoch absolut nichts zu holen.

Die Spieler von Laurent Blanc waren von Beginn mutlos und drückten den Engländern nie ihren Stempel auf. Im Gegenteil, nachdem der Belgier Kevin De Bruyne 15. Minuten vor Schluss die Führung schoss, gab es seitens Ibrahimovic und Co. kein Aufbäumen, kein verzweifeltes Anrennen gegen das Tor von Joe Hart.

Dabei war von Beginn an klar, dass PSG keine Rechenspiele anzustellen brauchte. Doch die Führungsspieler Zlatan, Di Maria und Thiago Silva waren nicht in der Lage ihre Mitspieler zu Höchstleistungen zu bringen. Im Gegenteil: die individuellen Leistungen waren viel zu schlecht, um eine solide Mannschaftsleistung erbringen zu können.

Eine schwache Meisterschaft

Ein Problem von PSG ist sicherlich die schwache Meisterschaft. Die Pariser wurden bereits am 30. Spieltag zum Meister gekürt, acht Spieltage vor Schluss, mit sage und schreibe 28 Punkten Vorsprung auf den Zweitplatzierten Lyon, nur 2 Niederlagen in 33 Spielen und einer Tordifferenz von +65 (+20 für Lyon). Konkurrenz belebt den Markt, im Fußball treibt sie Spieler zu Höchstleistungen. 

In Frankreich ist PSG konkurrenzlos, in Europa aber nicht stark genug, um mit Bayern München, Real Madrid oder Barcelona mitzuhalten. Der Viertplatzierte der Premier League hat den Ligue-1-Dominator gerade elimiert. Während in England jedes Spiel hart umkämpft ist, wird Paris-Saint-Germain in der heimischen Liga nie wirklich gefordert.

PSG ein schlecht zusammen gestelltes Team

Trotz des höchsten Spieleretats in ganz Europa (275 Mio.), haben die Pariser kein homogenes Team zusammen gestellt. Seit Ankunft der Investoren aus Katar im Jahr 2011, wurde jedes Jahr ein Starspieler gekauft: Zlatan in 2012, Cavani in 2013, David Luiz in 2014 und Di Maria in 2015. Nur für diese Spieler wurden 246 Mio. Euro ausgegeben. Di Maria wurde für 63 Mio. in der Winterpause geholt, das sagt schon alles. Nie konnte der Argentinier den Glanz aus vergangenen Zeiten wieder erreichen.

Kevin Trapp, der zuvor für Eintracht Frankfurt im Tor stand, ist zwar ein solider Torwart, doch er hat kein Champions League Niveau. Spieler wie Stambouli oder Lurzawa sind höchsten Mitläufer. Wenn das wichtige Spieler wie Verrati oder Matuidi nicht zur Verfügung stehen und Thiago Motta ausfällt, kommt die Mannschaft ganz schön ins Wanken. 

Der Fall Zlatan Ibrahimovic

Gegen Metz oder Troyes erzielt der Schwede einen Hat-Trick nach dem anderen. Das ja. In der Champions League bleibt Ibrahimovic jedoch Jahr für Jahr unter seinem Niveau. Gegen Manchester City verschoss Zlatan einen Elfemeter und zeigte sich nur durch zwei Freistöße gefährlich. Während er blass blieb, schoss Christiano Ronaldo für Real Madrid drei Tore gegen den VFL Wolfsburg. Die Transfergerüchte um Ibrahimovic sind nicht neu, mal sehen ob sie nun wahr werden.

Bildquelle: Wikimedia TaraO unter CC BY 2.5