Offenbar lagen gestern die Nerven bei Cristiano Ronaldo blank. Portugals Superfußballer hatte wohl schon so eine Vorahnung, dass das Spiel gegen Ungarn (3:3) turbulent werden wird. Und so spazierte am Mittwochmorgen die portugiesische Mannschaft an einem See unweit von ihrem Teamhotel in Lyon, um sich mental vorzubereiten. Neben zahlreichen Bodyguards belagerte auch die Presse die Fußballer.

Kurze Frage - Mikro weg

 

Allerdings, wie das Video auch zeigt, durchaus mit Distanz. Und es ist doch auch völlig verständlich, dass die Pressevertreter aus Portugal den Landsleuten das ein oder andere Interview ihrer Helden entlocken wollen. Mit dabei beim Morgenspaziergang war auch der Reporter Diogo Torres. Er arbeitet für den TV-Sender der Zeitung "Correio da Manha" (CMTV). Nun ist folgende Szene zu sehen: Diogo ging auf Cristiano Ronaldo zu und fragte ihn: "Ronaldo, bist Du bereit für das Spiel heute Abend?" Eine ganz freundliche und sachliche Frage - keine privaten Dinge, keine Provokation.

Verhältnis zwischen Ronaldo und Sender angespannt

Doch Ronaldos Antwort überraschte. Er riss Diogo Torres das Mikrofon aus der Hand und warf es ohne Worte in den See. Dann ging der 31-jährige Fußballprofi einfach weiter - ohne Worte, keine Regung oder weiteren Reaktionen. Stattdessen schoben die Bodyguards den Reporter weg. Wie Spiegel Online berichtete, reagierte der Sender von CMTV wütend und bezeichnete das Verhalten von Ronaldo als "inakzeptabel". Weiterhin meinte CMTV, dass die Reaktion "mit guter Erziehung nichts zu tun" habe. Wie Spiegel Online allerdings noch erwähnt, soll das Verhältnis zwischen dem CMTV und Ronaldo angeblich schon länger sehr angespannt sein.

Rangelei zuletzt mit Sky-Moderator und Rudi Völler

Dass Reporter und Fußballer immer wieder einander geraten, konnte man zuletzt auch bei der #Sky Bundesliga eindrucksvoll sehen. Im Februar diesen Jahres versuchte Sky Moderator Sebastian Hellmann Rudi Völler zu interviewen. Damals wurde das Spiel Leverkusen gegen Dortmund vom Schiedsrichter unterbrochen. Deshalb platzte Rudi Völler bei Fragen dazu der Kragen. Den Frust ließ er an den Moderator aus. Im aktuellen Fall von Ronaldo allerdings sei zuvor nichts passiert.

 

Foto: Screenshot / YouTube

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