Start der #Fußball-EM in Frankreich

Morgen startet die 15. Europameisterschaft, die in Frankreich ausgetragen wird. Im Eröffnungsspiel (Anstoß: 21:00 Uhr) stehen sich die Nationalmannschaften Frankreichs und Rumäniens gegenüber. Zum ersten Mal nehmen 24 Mannschaften in der Endrunde teil und anders als sonst, gibt es auch Achtelfinal-Spiele in der Finalrunde. In Deutschland werden alle Spiele im ARD, ZDF und Sat1 zu sehen sein. Die Elf von Löw bestreitet ihr erstes Spiel gegen die Ukraine am Sonntag um 21 Uhr

Spielplan der Deutschen Nationalmannschaft

Sonntag, 12. Juni 2016: Deutschland - Ukraine (21:00 / ARD / Lille)

Donnerstag, 16. Juni 2016: Deutschland - Polen (21:00 / ZDF / Paris)

Dienstag, 21. Juni 2016: Deutschland - Nordirland (18:00 / ARD / Paris)

 

Favoriten und Außenseiter des Turniers

Schenkt man den Buchmachern glauben, so ist Frankreich der Top-Favorit des Turniers. Bereits 1984 schaffte es Frankreich mit einem 2-0 Sieg über Spanien, den Titel im eigenem Land zu gewinnen. Auch Spanien (1964) und Italien (1968) schafften es, als Gastgeber den EM-Titel zu gewinnen. Direkt hinter Frankreich sind Deutschland, Spanien und England die Favoriten der EM. Auch Belgien ist längst kein Geheimtipp mehr: Die Mannschaft kann man jungen Talenten überzeugen.  Italien und Portugal gehören auch zum engeren Kreis der Favoriten, allerdings stehen sie nicht an der Spitze. Die Türkei könnte ein Geheimtipp sein, denn bei den letzten großen Turnieren, wo sie sich qualifiziert haben, erreichten sie jeweils das Halbfinale. Ob es was wird mit dem BVB Neuzugang Emre Mor, Arda Turan und Nuri Sahin, wird sich zeigen. Die wohl größten Außenseiter des Turniers sind Albanien, Nordirland (Gruppe C mit Deutschland), Ungarn, Rumänien und Slowakei. Setzt man auch nur einen Euro auf diese Länder für einen Turniersieg, kann man diesen Euro mehrmals verhundertfachen. Realistisch scheint ein Turniersieg für keines dieser Länder, doch Fußball kann voll mit Überraschungen sein.

 

Sicherheit und Terrorangst

Seit den Anschlägen von Paris im November 2015 herrscht Ausnahmezustand in Frankreich, daher werden in den Spielorten insgesamt ca. 75.000 Polizisten und Soldaten im Einsatz sein, um für Sicherheit zu sorgen. Doch bei manch einem kommt ein mulmiges Gefühl auf, da Frankreich ein attraktives Anschlagsziel für Extremisten ist, gerade während der Europameisterschaft. Konkrete Anschlagspläne bzw. Informationen darüber, gäbe es laut BND-Chef Schindler nicht. Allerdings wurde am Montag ein mutmaßlicher Nationalist in der Ukraine festgenommen, der 125 Kilogramm Sprengstoff, Waffen, Raketenwerfer und Zünder gekauft haben soll. Laut dem Geheimdienst der Ukraine solle er ein Plan mit 15 möglichen Zielen für einen Anschlag gehabt haben. Frankreich legt ein großes Wert auf die Sicherheit, daher werden insbesondere auch Public Viewings und Fan-Zonen von Polizisten und Soldaten überwacht. Auch in ganz Deutschland wird es wieder Public Viewings geben, wo Fans zusammen die Spiele verfolgen können. Auch in Deutschland werden mehr Polizisten und Sicherheitsleute im Einsatz sein, da auch diese Orte potenzielle Anschlagsziele sein könnten. Grundsätzlich lässt sich eines sagen: Terroristen wollen, dass wir Angst haben, doch mit vollen Stadien in Frankreich und Public Viewings in ganz Europa, wird man das Gegenteil beweisen können: Mut statt Angst!

 

Bildquelle: Pixabay durch Stux unter CC0 Public Domain #Sport