Nur wenige Stunden nach der Beurlaubung von Bruno Labbadia hat der #Hamburger SV einen neuen Cheftrainer. #Markus Gisdol tritt die Nachfolge von Labbadia an und soll den HSV wieder in der Erfolgsspur führen. Das bestätigte der HSV am späten Sonntag Abend gegenüber mehreren Medien. Der 47-jährige Schwabe war zuletzt auch vom Nord-Rivalen Werder Bremen umworben, entschied sich aber wohl auch wegen der besseren Perspektive für den Hamburger SV. Dort versprechen die Millionen von Investor Klaus-Michael Kühne mittelfristig das größere sportliche Potenzial. Gisdol betreute zuletzt 1899 Hoffenheim und wurde dort am 26. Oktober 2015 entlassen - nach einer 0:1-Niederlage gegen den Hamburger SV.

Schleudersitz HSV

Die Trainerbank beim HSV hat sich seit der Jahrtausendwende zum Schleudersitz der Branche entwickelt. Mit Markus Gisdol versucht sich nun schon der 14. Trainer innerhalb von zehn Jahren. Auch der erst im Sommer 2014 als Vorstandschef verpflichtete Ex-Profi Dietmar Beiersdorfer bleibt diesem Durchschnitt treu. Nach Mriko Slomka, Joe Zinnbauer und Bruno Labbadia erlebt Beiersdorfer mit Gisdol nun bereits den vierten Trainer während seiner etwas über zweijährigen Amtszeit in der Hansestadt. Markus Gisdol wurde seit seinem Abschied aus Hoffenheim bei nahezu jedem Trainerwechsel in der Bundesliga als möglicher Kandidat gehandelt. Nun hat es den begehrten Fußballlehrer zum HSV verschlagen, wo er in Sportdirektor Bernhard Peters auf einen alten Bekannten aus Hoffenheimer Zeiten trifft. Vielleicht auch ein Grund für Gisdols Entscheidung pro HSV.

Platz 6 - 8 als Saisonziel

Auf Markus Gisdol kommt als Trainer des Hamburger SV viel Arbeit zu. Als Saisonziel wurde Platz 6 - 8 ausgegeben, was gleichbedeutend mit der Qualifikation für die Europa League wäre. Nach nur einem Punkt aus den ersten fünf Spielen wird es für den HSV jedoch ein langer und äußerst steiniger Weg nach Europa. Markus Gisdol hat jedoch bereits bewiesen, dass er mit sportlich schwierigen Fällen umzugehen weiß. Hoffenheim übernahm Gisdol in aussichtsloser Lage und führte den Klub von SAP-Gründer Dietmar Hopp über die Relegation gegen den 1.FC Kaiserslautern sensationell noch zum Klassenerhalt.