#Wladimir Klitschko muss sich weiter in Geduld üben, um sich die im vergangenen November verlorenen Schwergewichtstitel nach Version der Verbände WBO und WBA zurückzuholen. Titelverteidiger #Tyson Fury (Großbritannien), der den 40-jährigen Ukrainer am 28. November 2015 in Düsseldorf entthronte, sagte die Revanche nun zum zweiten Mal ab. Ursprünglich hätte der in den Medien als "Kampf des Jahres" angekündigte Fight schon am 9. Juli 2016 in Manchester stattfinden sollen. Nach einer angeblichen Knöchelverletzung Furys wurde der Kampf auf den 29. Oktober 2016 verschoben. Doch auch an diesem Termin wird es keine Revanche für Wladimir Klitschko geben, der Weltmeister könne derzeit "aus medizinischen Gründen" nicht #Boxen, wie das Management des Briten mitteilte. Genauere Aussagen zum Zustand von Tyson Fury gehen aus der Pressemitteilung nicht hervor.

Mentale Probleme bei Tyson Fury?

Noch ist völlig unklar, was sich tatsächlich hinter der inzwischen zweiten Absage der Schwergewichts-WM steckt. Kneift Fury, ist er wirklich verletzt oder spielt die immer noch drohende Dopingsperre eine Rolle? Am 24. Juni 2016, ausgerechnet dem Tag der ersten Kampfabsage, wurde bekannt, dass Tyson Fury positiv auf das anabole Steroid Nandrolon getestet worden sein soll. Die fragliche Probe stammt aus dem September 2015, wurde also bereits vor dem ersten Kampf gegen Wladimir Klitschko genommen. Eine mündliche Anhörung des Weltmeisters soll Ende Oktober oder Anfang November 2016 stattfinden, erst danach wird über eine mögliche Sperre des 28-jährigen Champions entschieden. Außerdem kursieren in der Boxwelt auch Gerüchte über mentale Probleme bei Tyson Fury, der sich in der Vergangenheit schon wegen Depressionen in ambulanter Behandlung befand. Vor diesen Hintergründen scheint es derzeit fraglich, ob das Rematch Klitschko vs. Fury jemals zustande kommen wird.

Klitschko muss weiter auf WM-Chance warten

Wladimir Klitschko sind derweil im wahrsten Sinne des Wortes die Hände gebunden. Solange Tyson Fury nicht gegen ihn antritt und die Titel nicht für vakant erklärt werden, bleibt dem Ukrainer der Weg zurück auf den Boxthron versperrt. Erst nach einer im Raum stehenden Dopingsperre oder bei weiteren Absagen von Titelkämpfen könnte Tyson Fury seine Titel verlieren. In diesem Fall müsste Wladimir Klitschko gegen einen noch zu bestimmenden Herausforderer um die vakanten Titel der WBO und WBA kämpfen. Alternativ könnte sich Klitschko auch die Schwergewichtstitel der IBF oder WBC holen, müsste sich in den jeweiligen Wartelisten der Herausforderer aber hinten anstellen. Weltmeisternach Version der IBF ist Anthony Joshua (Großbritannien), den WBC-Titel hält Deontay Wilder (USA).