Während die anstehende Frauen-WM mit einem Eklat Schlagzeilen macht, ist es in knapp einem Monat soweit – die #Schach-WM wird am 11.11.2016 in New York beginnen. Bis zum 30.11.2016 werden der amtierende Weltmeister #Magnus Carlsen gegen seinen Herausforderer #Sergey Karjakin in insgesamt zwölf Partien antreten. Neuer Schachweltmeister wird derjenige sein, der zuerst 6,5 Punkte einheimsen kann. Sollte jedoch nach zwölf gespielten Runde ein Gleichstand von 6:6 vorliegen, findet im Anschluss ein Tie-Break statt, in welchem dann der neue Weltmeister ermittelt wird.

Doch wie sind die beiden Rivalen einzuschätzen und wer hat die besseren Karten, am Ende dieses Match für sich zu entscheiden. Hier sind nun die beiden Kontrahenten im Check.

Magnus Carlsen, der Titelverteidiger

Der Norweger Carlsen ist mit seiner aktuellen Elo-Zahl von 2853 Punkten (Stand: Oktober 2016) der Führende der Weltrangliste. Daran alleine gemessen, ist Carlsen Favorit gegen jeden Gegner, der auf ihn wartet. Und auch der direkte Vergleich gegen den Russen Karjakin spricht bisher für ihn. 21 Mal trafen die beiden Kontrahenten bisher in Turnieren mit klassischer Bedenkzeit gegeneinander an. Vier Partien davon konnte Carlsen gewinnen, zuletzt beim Bilbao Masters, welches erst im Sommer 2016 stattfand. 16 Partien endeten im Remis, wohingegen Karjakin erst einmal den Norweger bezwingen konnte. Das deutet natürlich alles auf einen Vorteil des amtierenden Champion hin. Was gibt es dem entgegen zu setzen?

Sergey Karjakin, der Herausforderer

Karjakin, der für die russische Förderation antritt, besitzt im Oktober 2016 eine Elo-Zahl von 2772 und liegt damit auf Platz neun der aktuellen (Stand: Oktober 2016) Weltrangliste. Im Kandidatenturnier, welches im März 2016 stattfand, konnte sich Karjakin überzeugend durchsetzen, was nicht zuletzt an seinem finalen und entscheidenden Sieg gegen seinen vermutlich ärgsten Konkurrenten #Fabiano Caruana lag. Karjakin gilt in der Schachwelt als einer der stärksten Verteidiger der Welt. Carlsen hingegen ist jemand, der sich minimale Vorteile erarbeitet, um dieses kleine Plus im Endspiel zu konvertieren. Daher darf man sich auf ein spannendes Duell einstellen, in welchem Carlsen jedoch als leichter Favorit auszumachen ist.

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