Jahreshauptversammlung beim FC Bayern

Am Freitag feierte der #FC Bayern München auf seiner Jahreshauptversammlung neben Rekordzahlen im Umsatz und Gewinn auch die Titel der vergangenen Saison. Der FCB ist schon längst zum Aushängeschild der Stadt München und dem Bundesland Bayern geworden. Man liebt die Roten oder man hasst sie. Egal ob Fan oder Kritiker, vor der Arbeit von Rummenigge, Hopfner oder Hoeneß kann man nur den Hut ziehen. Der Vorstandsvorsitzende der FC Bayern München AG, Karl-Heinz Rummenigge, betonte auf der Mitgliederversammlung, dass der FC Bayern München seine heutige Position durch kluge Entscheidungen in der Vergangenheit selbst erarbeitet hat. So verkaufte Karl Hopfner den damaligen Spieler Rummenigge 1984 zu Inter Mailand. Der FC Bayern war über Nacht schuldenfrei.

Finanziell kann der FC Bayern in eine rosige Zukunft schauen. Die große Stärke der Roten ist Ihre Unabhängigkeit. Ob Spieltagseinnahmen, Fernsehgelder oder Sponsoring, der FC Bayern ist mit seinen Einnahmequellen vielfältig aufgestellt.

Chaos bei den Löwen

Beim TSV 1860 München geht derzeit einfach alles schief. Die Sechziger sorgen mit internen Streitereien für Schlagzeilen. Hauptakteur ist Investor Hasan Ismaik, der dem Aufsichtsrat vorsitzt. Der Jordanier hat sein Geld im Öl und Immobiliengeschäft gemacht und ist seit 2011 Anteilseigner von 49 % an der Kapitalgesellschaft TSV 1860 München GmbH & Co, in der die Lizenzmannschaften vom Gesamtverein ausgegliedert wurden. Aufgrund der „50+1“-Regel ist es laut den Statuten der Deutschen #Fußball-Liga notwendig, dass der Stammverein, also in diesem Fall der TSV 1860 München e.V., der Hauptanteilseigner an den Kapitalgesellschaften ist und somit die Entscheidungsmehrheit beim Verein liegt. Diese Regel soll den deutschen Fußball und seine Vereine gegenüber dem Einfluss von Investoren schützen. In der Grünwalder Straße kann man nur noch die Hände vor den Kopf schlagen. Trotz der vorherrschenden Regel bestimmt Hasan Ismaik das Geschehen. Die Trainerentlassungen und die Degradierung von Thomas Eichin werden auf das Konto von Ismaik zugeschrieben.

Aber nicht nur die sportliche Talfahrt treiben den Sechzigern die Falten auf die Stirn. Mit Karl-Christian Bay und Christian Waggershauser haben zwei langjährige Vereinsfunktionäre den Verein durch Ihren Rücktritt verlassen. Karl-Christian Bay, der hinter Ismaik stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Kapitalgesellschaft war, benennt in der Pressemitteilung des Clubs, dass seine Ziele mit den derzeitigen Strukturen nicht umsetzbar seien. Christian Waggershauer wird in der Pressemitteilung mit den Worten zitiert, dass seine Arbeit unter den vorhandenen Bedingungen nicht möglich sei.

Nicht nur diese Vereinsfunktionäre sind nicht mehr an der Grünwalder Straße zu finden. Auch die Presse muss draußen bleiben. Allen Lizenzspielern, Verantwortlichen und Mitarbeitern ist es untersagt Interviews zu führen. Bei Facebook beschuldigt Hasan Ismaik die Medien eine Kampagne gegen Ihn und den Club zu führen. Mittlerweile ist das Hausverbot für die Journalisten am Trainingsgelände wieder aufgehoben, das Interviewverbot bleibt bestehen. Das Chaos bei 1860 wirft nun auch die Deutsche Fußball-Liga auf den Plan zu überprüfen, ob die „50+1“-Regel bei den blauen Münchenern noch Bestand hat und Ismaik die Entscheidungen nicht alleine trifft. Die Lage für den TSV 1860 ist verzwickt. Schließlich steht man beim Investor Ismaik in der Schuld. Nur durch die millionenschweren Investitionen des Jordaniers spielen die Löwen überhaupt noch im Profifußball mit.

Der heimliche Traum

Die Fußballstadt München zeigt innerhalb weniger Tage ein zerrissenes Bild auf. Aufwärts- und Abwärtstrend sind nur ein paar Straßen voneinander entfernt. Trotz der Rivalität zwischen den beiden Traditionsvereinen hoffen wohl auch die Roten heimlich auf eine Rettung der Löwen. Denn gegen Ingolstadt oder Augsburg zu spielen, ist mit einem waschechten Münchener Derby einfach nicht zu vergleichen. #1860München