Bereits seit Juni 2016 war klar, dass die 36 Klubs der 1. und 2. #Bundesliga ab der Saison mehr Geld erhalten. Die Deutsche #Fußball-Liga (#DFL) konnte sich für einen Rekordvertrag feiern lassen, der den Profiklubs künftig 1,19 Milliarden Euro pro Saison alleine aus der Vermarktung der TV- und Internetrechte garantieren wird. Am heutigen Donnerstag lüftete die DFL nun auch das Geheimnis um den Verteilungsschlüssel der TV-Gelder und kam dabei zu einem einstimmigen Beschluss. Bislang wurden die Milliarden fast ausschließlich anhand des sportlichen Abschneidens in der jüngeren Vergangenheit verteilt, ab der Saison 2017/18 kommen mit der "sportlichen Nachhaltigkeit" und der "Nachwuchsarbeit" zwei weitere zentrale Faktoren hinzu, welche die Vereine der Bundesliga auch für zurückliegende Erfolge anteilig belohnen.

Zugeständnisse an Traditionsvereine

Vor allem die Fans und Funktionäre der Traditionsvereine dürften sich über die neue "20-Jahres-Wertung" freuen, anhand derer die Zugehörigkeit zur Bundesliga in eben diesem Zeitraum berücksichtigt wird. Damit reagiert die DFL offensichtlich auf eine immer wieder gestellte Forderung, die Traditonsvereine und deren höheres Fanpotenzial bei der Verteilung der TV-Gelder gegenüber neureichen Klubs wie RB Leipzig oder 1899 Hoffenheim stärker zu berücksichtigen. Nach wie vor macht aber die aktuelle Leistungsstärke das mit Abstand größte Stück am Kuchen aus. Mit 70% bzw. 23% fließen die Platzierungen in einer linearen bzw. gewichteten "Fünfjahreswertung" in die Gewichtung ein. Bei der gewichteten "Fünfjahreswertung" wird die aktuelle Saison fünffach gewertet, während die am längsten zurückliegende Spielzeit nur einfach gewertet wird. Mit einer erfolgreichen Nachwuchsförderung (Einsatz von U23-Spielern) sowie der Bundesligazugehörigkeit innerhalb der letzten 20 Jahre können die Vereine dagegen nur marginal von den TV-Geldern für die Bundesliga profitieren.

Fußball bleibt unangefochtener Marktführer

Spätestens mit dem Überspringen der Milliarden-Schallmauer stößt die Fußball Bundesliga in puncto medialer Vermarktung in hierzulande bisher nicht gekannte Sphären vor. Auch wenn es weiterhin den einen oder anderen neidischen Blick auf die Klubs in der englischen Premier League geben wird, so regiert König Fußball zumindest den TV-Markt in Deutschland. Erst gestern stellte die Handball Bundesliga (HBL) einen neuen TV-Vertrag vor. Von den Summen, die im Fußball umgesetzt wird, werden die Handballer aber weiterhin nur träumen können.