Kaum eine Woche ist es her, dass Magnus Carlsen seinen Weltmeistertitel im Schach verteidigen konnte, da steht auch schon das nächste Schachturnier der Superlative im Kalender eines jeden schachbegeistern Zuschauers. Das #London Chess Classic 2016 (LCC) findet vom 09. bis zum 18. Dezember in der britischen Hauptstadt statt.

Zwar sind keiner der beiden Teilnehmer der Schachweltmeisterschaft 2016 dabei, dennoch kann das Feld mit ausschließlich hochkarätigen Spieler aufwarten. So spielen mit Viswanathan Anand, Veselin Topalov und Vladimir Kramnik gleich drei ehemalige Schachweltmeister mit. Zudem sind mit Fabiano Caruana und Maxime Vachier-Lagrave noch zwei weitere Schachspieler mit einer Wertungszahl von über 2800 Elo-Punkten mit von der Partie.

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Die weiteren Teilnehmer sind Wesley So, Levon Aronian, Hikaru Nakamura, Anish Giri sowie Michael Adams.

Die Regularien des London Chess Classic 2016

Die insgesamt zehn Großmeister treten vom 09. bis zum 18. Dezember in neun Partien gegeneinander an. Dabei wird ein Rundenturnier gespielt, also jeder muss gegen jeden einmal spielen. Pro Tag ist eine Runde angesetzt, lediglich der 14. Dezember ist ein Ruhetag für die Spieler. Darüber hinaus finden nach der letzten Partie am 18. Dezember eventuelle Stichkämpfe statt.

Die Bedenkzeit pro Partie ist die Folgende: Jedem Spieler stehen zwei Stunden für die ersten 40 Züge zur Verfügung. Danach verbleiben noch jeweils 60 Minuten für den Rest der Partie, wobei dann den Spielern 30 Sekunden nach jedem ausgeführten Zug gutgeschrieben werden.

Der Sieger dieses Turniers bekommt 75.000 US-Dollar Preisgeld, der Zweite nimmt 50.000 Dollar mit und der Drittplatzierte geht mit 40.000 Dollar nach Hause.

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Die Partien beginnen um 17:00 Uhr (deutsche Zeit) innerhalb der Woche und um 15:00 Uhr (deutsche Zeit) an den Wochenenden.

LCC 2016 ist Turnier einer Grand-Prix Serie

Das London Chess Classic 2016 ist dabei nur ein Turnier einer Grand Prix-Serie und bildet den Abschluss der #Grand Chess Tour 2016. Besagte Grand Chess Tour 2016 besteht in diesem Jahr aus vier Turnieren: Dem „Your Next Move“ in Leuven (Belgien), dem „Paris Grand Chess Tour“ sowie dem „Sinquefield Cup“ in St. Louis. Den Grand Prix führt derzeit Wesley So vor Levon Aronian und Hikaru Nakamura an.

Kurios: Magnus #Carlsen, welcher als „Wildcard“ zu den Events in Leuven und Paris geladen wurde, belegt zurzeit theoretisch den zweiten Platz der Rangliste, obwohl er ein Turnier weniger als seine Kontrahenten spielte. Jedoch spielt Carlsen außer Konkurrenz, und somit spielt er beim offiziellen Ausgang des Grand Prix 2016 keine Rolle.

Der Sieger der Grand Chess Tour bekommt am Ende des Grand Prix noch einmal zusätzlich 100.000 US-Dollar, der Zweitplatzierte darf sich über 50.000 Dollar freuen. Schachfans hingegen freuen sich über eine Woche hochkarätiges Schach und verkürzen sich so ihre Zeit zum Weihnachtsfest. Übertragen wird das Turnier unter anderem auf der Homepage des London Chess Classic sowie bei chess24.