Magnus #Carlsen hat es geschafft: Er verteidigte seinen Titel gegen den Herausforderer Sergey #Karjakin in einem packendem Tiebreak. Nachdem in der regulären Spielzeit über zwölf Turnierpartien kein Gewinner gefunden werden konnte, musste die Entscheidung in der Verlängerung fallen. In diesem Tiebreak, welches aus vier Schnellschachpartien bestand, setzte sich der Norweger gegen seinen russischen Herausforderer mit 3:1 durch. Carlsen gewinnt damit seinen dritten WM-Kampf in Folge, nachdem er sich in den Jahren 2013 und 2014 gegen Viswanathan Anand behaupten konnte.

Tiebreak: Carlsen mit den besseren Nerven

Waren die Turnierpartien noch ein Duell auf Augenhöhe, so dominierte Carlsen die Partien mit kürzerer Bedenkzeit. Zwar war die erste Partie noch ein eher zaghaftes Antesten, doch bereits im zweiten Spiel wurde Karjakin in Bedrängnis gebracht. Carlsen überspielte im Mittelspiel seinen Herausforderer, doch dank hartnäckiger Verteidigung erlangte Karjakin im Endspiel noch das Remis. In der dritten Partie durchbrach der Norweger dann die Verteidigung Karjakins. Carlsen opferte einen Bauern für besseres Figurenspiel und der Russe konnte nicht die richtigen Verteidigungszüge finden. Nach 37 Zügen folgte hier die Resignation Karjakins. In Runde vier musste Karjakin dann etwas versuchen und konnte sich nicht mehr länger auf seine Defensivkünste verlassen. Er opferte im Mittelspiel eine Qualität um Komplikationen hervorzurufen. Doch der #Weltmeister behielt seine Nerven und konnte sein Mehrmaterial am Ende zum Sieg verwerten. Damit gewann Carlsen das Tiebreak und somit erneut den Weltmeistertitel. Eine Analyse der Partien könnt ihr auch anschauen:

Carlsens und Karjakins Reaktionen auf das Endergebnis

In der im Anschluss an das Tiebreak stattgefundenen Pressekonferenz sah man einen sichtlich erleichterten Carlsen (der auch an diesem Tag seinen 26. Geburtstag feiert) und einen enttäuschten Karjakin. Carlsen: „Ich war mir bereits nach unserem Remis in Runde 11 ziemlich sicher, dass Tiebreaks stattfinden werden. Und ich fühlte mich heute gut, ich hatte ein paar Ruhetage, um mich darauf vorzubereiten. Dennoch war die Spiele heute nicht leicht, ich bin sehr froh, erneut Weltmeister zu sein.“ Und obwohl Karjakin geknickt war, waren seine ersten Worte: „Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Magnus!“ Weiter kommentierte der den Verlauf wie folgt: „Ich denke, nach zwölf klassischen Spiel war ich nicht bereit, auf Schnellschach umzusteigen. Ich spielte sehr schlecht heute. Magnus konnte meine Fehler ausnutzen und hatte danach es verdient, den Titel zu gewinnen.“ Hier könnt ihr euch die gesamte Pressekonferenz (auf Englisch) ansehen:

Doch die nächsten Schachweltmeisterschaften lassen nicht lange auf sich warten: Bereits vom 25. bis zum 30. Dezember finden in Katar die Weltmeisterschaften im Blitz- sowie im Schnellschach statt. Ob Carlsen auch dort seine derzeitigen Titel verteidigen kann?

Hier gibt´s die Turniere zum Nachlesen