"Ich bin ein Mensch und kein Hamster."

Wir erinnern uns: Am 2. Dezember 2016 ließ der gefeierte und gerade frisch gebackene Formel1- Weltmeister Nico Rosberg die Bombe platzen. Er erklärte auf der FIA-Pressekonferenz anlässlich des Titelgewinns seine Rennfahrerkarriere kurzerhand für beendet. Die Reaktionen bei seinen Fans und im Fahrerlager reichten von Kopfschütteln bis Sprachlosigkeit. Er selbst hatte sich diesen Schritt wohl schon sehr lange überlegt. Eine Aussage Rosbergs spricht Bände: "Das Leben besteht nicht nur daraus, von morgens bis abends das ganze Jahr lang im Auto sitzend im Kreis zu fahren. Ich bin ein Mensch und kein Hamster."

"Es war der Horror."

Offenbar sah sich der junge Familienvater im Formel1-Zirkus wie ein Gefangener im Hamsterrad.

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Ausschlaggebender Grund dafür sei der enge Zeitplan gewesen, der ihn vermutlich immer mehr belastet hat. In einem Interview mit der Daily Mail sprach Nico Rosberg von anhaltenden Problemen durch die vielen Zeitumstellungen, denen er während der Reisen um den gesamten Globus ausgesetzt war. Dadurch konnte er auch kaum Zeit mit seiner Familie verbringen. Wenn der Formel1-Pilot zuhause war, musste er sich ausruhen, seine kleine Tochter Alaia durfte ihn dann nicht stören: "Gut möglich, dass ich nachmittags geschlafen und in der Nacht mein Leben geführt habe. Es war der Horror."

"Ich habe diesen Beschluss für meine Familie gefasst."

Nico Rosberg ist in einer intakten Familie groß geworden. Sein Vater Keke, selbst Formel1-Weltmeister, hat ihm zusammen mit Mutter Sina viel Nestwärme geboten. Beide haben ihrem Sohn die Werte vermittelt, die zu Nicos Entscheidung beigetragen haben dürften.

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So ist seine Erklärung für ein freiwilliges Karriereende durchaus einleuchtend: "Ich habe diesen Beschluss für meine Familie gefasst. Sie ist das Wichtigste, was ich habe. Ich habe von meiner Familie ein enormes und ungerechtes Opfer gefordert. Jetzt will ich dafür arbeiten, ein besserer Vater und Ehemann zu sein." Seine Frau Vivian und seine Tochter Alaia werden es ihm danken- besonders freuen dürfte es die beiden, wenn Papa Nico sie mit einem Gitarrenkonzert unterhält. Aber bevor es soweit ist, muss der Formel1-Fahrer im Ruhestand noch fleißig Unterrichtsstunden nehmen. Gut Ding will eben Weile haben...

jh

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