Die Abstellungsperioden der UEFA dienen den Nationalmannschaften als Vorbereitung auf große Turniere, wie die anstehende Europameisterschaft im Sommer. Für der Fans der Bundesligavereine sind sie dennoch meist eher Störfaktoren, die den Ligarhythmus unterbrechen, immer verbunden mit der Hoffnung, dass die eigenen Spielerinnen verletzungsfrei von ihren Tests zurückkehren; Gerade in einer Saison wie jener, welche die Allianz Frauen-Bundesliga derzeit durchlebt, die an Spannung an der Tabellenspitze sowie im Keller kaum zu überbieten ist.

Jubel in Jena: Erster Sieg für Katja Greulich

Vor allem der Abstiegskampf hat es derzeit in sich. Ein Blick auf die Tabelle zeigt: Noch immer kämpfen fünf Mannschaften um den Erhalt der Erstklassigkeit. Neben den Aufsteigern Mönchengladbach und MSV Duisburg, auch Leverkusen, Hoffenheim und der FF USV Jena. Es wird nicht ruhig um den Thüringer Bundesligisten, der im Falle des Abstiegs wohl vor argen Existenzsorgen steht. Entsprechend angespannt ist die Situation. Seit November ist es an Katja Greulich, an den teils massiven Baustellen im Jenaer Spiel zu arbeiten. Die Cheftrainerin musste jedoch bis zum vergangenen Sonntag auf den ersten Sieg unter ihrer Führung warten.

Auch das Spiel gegen Tabellennachbar MSV Duisburg zeigte, dass noch längst nicht alles optimal läuft. Eines hatte der FF USV jedoch gezeigt: Aufgeben ist keine Option, der Wille zum Klassenerhalt, er lebt! Dennoch hieß es auch nach dem erlösenden Führungstreffer durch Lucie Voňková abwarten. Es war noch gut eine halbe Stunde zu spielen und auch in den drei Spielen zuvor (Wolfsburg 1:2, Leverkusen 1:1, München 1:2), war der #FF USV Jena stets in Führung gegangen. Groß war der Jubel mit dem Abpfiff als klar wurde: Die Saalestädterinnen hatten es endlich geschafft, eine Führung zu halten und als Sieger vom Platz zu gehen. Und unterm Strich ging das Ergebnis in Ordnung. "Wer so wenig aufs Tor schießt, hat es am Ende einfach nicht verdient.", resümierte Gästetrainerin Inka Grings.

Die Konkurrenz patzt

Während der FF USV Jena endlich seinen dritten Saisonsieg feiern durfte, konnten sich die anderen Abstiegskandidaten keine Luft verschaffen. So musste Schlusslicht Gladbach nur einen Spieltag nach dem ersten Sieg in der #AFBL überhaupt zu Tabellenführer Potsdam. Hier musste die Fohlen-Elf eine deutliche 0:5-Niederlage hinnehmen. Mit nur drei Punkten aus vierzehn Spielen wird es langsam immer unwahrscheinlicher, die Klasse zu halten, wobei die wichtigen Spiele gegen Leverkusen, Jena, Duisburg und Hoffenheim noch ausstehen.

Eine bittere Pille musste auch Bayer 04 Leverkusen schlucken. Nachdem die Werkselfen noch unter der Woche das Pokalhalbfinale erreichten, musste man in der Liga den nächsten Rückschlag hinnehmen. Die Zuschauer am Nachwuchsleistungszentrum Kurtekotten sahen drei schöne Tore der Gäste, die an deren Überlegenheit keine Zweifel aufkommen ließen. Insbesondere Jovana Damnjanović konnte dem Spiel ihren Stempel aufdrücken. Das rettende Ufer ist für Leverkusen somit nun drei Punkte entfernt. Gerade in den noch ausstehenden Spielen gegen die unmittelbaren Konkurrenten sollte nun dringend gepunktet werden, soll der Weg für Bayer 04 nicht in die 2.Liga führen.

Einzig die TSG 1899 Hoffenheim konnte im Abstiegskampf ebenfalls ein positives Signal setzen. Nachdem man das Nachholspiel gegen Meisteranwärter Turbine Potsdam unglücklich mit 0:1 verloren hatte, schaffte die Ehrmann-Elf im badischen Duell gegen den SC Freiburg ein 0:0. Torhüterin Martina Tufeković hatte gegen die starken Breisgauerinnen einen Sahnetag erlebt und hielt Schuss um Schuss, darunter unter anderem einen Elfmeter in der dritten Spielminute.

So bleibt es spannend im Tabellenkeller der Allianz Frauen-Bundesliga. Die meisten Duelle der Kellerkinder untereinander stehen noch aus. So treffen am kommenden Sonntag die beiden Teams aufeinander, die am vergangenen Spieltag punkten konnten. Die TSG Hoffenheim empfängt den FF USV Jena. #Fußball